05.06.2015

Wearables im Test: Urlaub mit Technik

Bislang erinnern nur Fotos und Videos an die schönsten Tage im Jahr. Doch jetzt können wir auch unsere Gefühle messen und speichern. Wearables machen es möglich. Die IT-Expertin Yvonne Göpfert hat sich für uns schlau gemacht und aktuelle Wearable-Trends auf Urlaubstauglichkeit getestet:

  1. Fitness-Tracker
  2. GPS-Tracker
  3. Smartwatches
  4. Datenbrillen
  5. Sonnen-Armbänder
  6. Smart-BH

Wearables sind kleine Computer, voll bestückt mit Sensoren. Man trägt sie am Körper und sie protokollieren alles mit: Laufdistanz, Kalorienverbrauch, Herzfrequenz oder die Qualität Ihres Schlafs. Zur Auswertung werden die Daten einfach an ein Smartphone übertragen.

Fitness-Tracker: I am a little runaway

Ein Fitness-Tracker wie der Fitbit Charge, der Vivofit von Garmin oder das Sony Smartband misst auf Reisen beispielsweise, wie viel Sightseeing Sie gemacht haben. Ihr Staunen dürfte groß sein - bei einem Städtetrip kommen locker 10 bis 15km am Tag zusammen. Wer das weiß, kann einen Eisbecher am Forum Romanum oder Fish and Chips in England ohne schlechtes Gewissen genießen. Und speziell in Venedig, wo man so viele Brücken überquert, zählt der Tracker auch noch die Etagen fürs Treppensteigen auf die Brücken hinauf.

Unser Urteil: Coole Sache, weil der Tracker die Bewegungen aufzeichnet und somit verrät, ob Sie sich noch eine Extraportion Landesspezialität erlauben können. So stellt ein Fitnesstracker sicher, dass Sie im Urlaub nicht zunehmen.

GPS-Tracker: Sage mir, wo du bist

Interessanter wird es, wenn Ihr Tracker auch GPS hat. Dann können Sie sich später Ihre Routen auf Google Maps anzeigen lassen. Wer nun auch noch Fotos gemacht hat, kann in einem Urlaubsfotobuch Strecke und Fotos zusammenbringen – eine unvergessliche Erinnerung.

Unser Urteil: Technisch etwas aufwändig, die Daten aus zwei Quellen (GPS-Tracker und Kamera) zusammenzubringen. Doch der Aufwand lohnt sich. Denn Sie sehen die Strecke auf einer Karte, die Fotos werden daneben eingeblendet. Perfekt für alle, die auch nach dem Urlaub die Orientierung behalten wollen.

Smartwatch im urlaub nutzen

Smartwatches von Samsung, Apple & Co.

Mit Smartwatches von Samsung oder Sony oder mit der Apple Watch kann man nicht nur seine Wege protokollieren und seine Schritte zählen. Man kann sogar damit bezahlen. Das ist vor allem im Ausland recht bequem. Zuhause gibt man seine Kreditkartendaten ein. Vor Ort hält man dann seine Uhr an das (NFC)Bezahlterminal. Die Uhr muss entsperrt sein und wenn Sie sie abnehmen, dann ist das kontaktlose Bezahlen erst einmal gesperrt. Mit einem Fingerring von Logbar kann man übrigens ebenfalls bezahlen. Mit dem Finger malt man den Betrag in die Luft – via Smartphone wird die Transaktion durchgeführt.

Unser Urteil: Bezahlen via Smartwatch ist so sicher wie das Bezahlen mit der Kreditkarte. Wer hier Bauchschmerzen hat, wird mit der digitalen Geldbörse in seiner Smartwatch sicher nicht glücklich. Wer davor keine Angst hat, genießt den großen Vorteil, nicht mit ausländischem Kleingeld hantieren zu müssen. Allerdings funktioniert die moderne Technik vor allem in großen Handelsketten, weniger in kleinen Tante-Emma-Läden.

Smartwatch im urlaub nutzen
Frau Mit Google Glass

Datenbrillen: Schau mir auf die Brille, Kleines!

Auch Datenbrillen bieten im Urlaub so manchen Komfort. Einmal Blinzeln genügt – und schon knipst der Augensensor der Google Glass Brille ein Foto. Smartphone-Fotografen müssen Ihr Handy dagegen erst umständlich aus der Tasche pfriemeln, entsperren und die Foto-App starten. Doch es kommt noch besser: Mit der Sony Brille Smart EyeGlasses kann man sich sogar den Stadtplan direkt vors Auge blenden oder Worte in Echtzeit übersetzen lassen. Das ist Urlaub 4.0.

Frau Mit Google Glass
Mit dem Suntracker vor Sonne schützen

Armband mit Sonnen-Sensor: oh Sole mio

Die US-Firma Netatmo hat ein Armband auf den Markt gebracht, das vor zu viel Sonne warnt. Das Armband namens June meldet die Intensität der Sonneneinstrahlung und gibt Empfehlungen zum Sonnenschutz ab. Ihr Hauttyp wird dabei berücksichtigt. Die Empfehlungen werden direkt aufs Smartphone gesendet.

Unser Urteil: Spielerei. Jeder weiß heutzutage, dass die Sonnenstrahlung so stark ist, dass man nur wenige Minuten ohne Sonnenschutz im Freien bleiben sollte. Das einzige, was für das Armband spricht: Es ist ein hübsches Schmuckstück.

Mit dem Suntracker vor Sonne schützen

Wahre Liebe: Ihr Smart-BH weiß Bescheid

Und für alle, die wissen wollen, ob der Urlaubsflirt die wahre Liebe ist: In Japan wurde ein BH erfunden, der sich nur bei der großen Liebe öffnen lassen soll.

Unser Urteil: Was für ein schlauer Werbegag!

 


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