02.02.2017

Krank im Ausland? 5 häufige Fragen zur Auslandskrankenversicherung

Kleine Dinge haben große Wirkung. Als Versicherungsvertrag nur ein Stück Papier, zeigt die Auslandskrankenversicherung auf Reisen ihren wahren Wert. Schließlich kommen erst im Notfall Fragen auf. Krank im Ausland? 5 häufige Fragen zur Auslandskrankenversicherung aus unserer Notrufzentrale:

1. Kann ich mir im Ausland meinen Arzt selbst aussuchen? 

Bei uns ist die freie Arztwahl versichert, d. h. du kannst in jede Klinik und zu jedem Arzt gehen. Wir empfehlen jedoch, die Notrufnummer der Reiseversicherung so früh wie möglich anzurufen, vor allem wenn du ins Krankenhaus musst. Die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung ist weltweit mit den Auslandsvertretungen vernetzt, wir kennen die Infrastruktur und den medizinischen Standard der Kliniken – und auch die Krankenhäuser, die du im Notfall besser meiden solltest.

Tipp: Rufe uns im Krankheitsfall oder Notfall so früh wie möglich an. So können wir dich bei deiner weiteren Behandlung von Anfang an unterstützen.

2. Warum muss ich im Ausland selbst bezahlen?

Im Ausland bist du automatisch ein Privatpatient. Du bezahlest deine Behandlung im Voraus und holen dir den Betrag mit einer Quittung von deiner Versicherung zurück. Anders läuft es, wenn du stationär aufgenommen wirst. In diesem Fall übernimmt die Notrufzentrale die Rechnung und Koordination mit dem ausländischen Krankenhaus. Wichtig ist, dass die Kostenübernahmegarantien der jeweiligen Notrufzentrale an das ausländische Krankenhaus zeitnah erfolgt, damit deine zuverlässige Behandlung vor Ort sichergestellt wird.

Tipp: Achte im Ausland auf eine ordentliche Quittung! Bei stationärer Behandlung solltest du nichts im Voraus bezahlen oder unterschreiben. Gib deine Versicherung an und rufe umgehend bei deiner Notrufzentrale an.

3. Wie teuer ist eine Behandlung im Ausland?

Nach oben ist immer Luft – so kommen schnell vier- oder fünfstellige Arzt- und Krankenhauskosten zusammen. Richtig teuer ist es in den USA und Kanada, aber auch z. B. in Österreich bei einer OP nach einem Skiunfall. Allerdings ist der medizinische und hygienische Standard außerhalb der deutschsprachigen Länder auch oft niedriger als du es in Deutschland gewohnt bist. Je nach Reiseland besteht in der Regel ein großer Unterschied zwischen den lokalen staatlichen Krankenhäusern und privaten Kliniken. In abgelegenen Regionen ist die schnelle medizinische Versorgung oft nicht vorhanden. Dies wird vor allem durch die nicht vorhandene Infrastruktur, weite Entfernungen zum nächsten Krankenhaus, nicht ausgebaute Straßennetze, fehlenden Landebahnen und schlechte Erreichbarkeit per Telefon erschwert. Zudem liegt in weit entfernten Ländern die Kostenfalle für Reisende beim Rücktransport.

Krankenrücktransport
  • Bist du krank in der Türkei ist Vorsicht geboten. Unnötige und zusätzliche Behandlungen kommen häufig vor. Hier solltest du unbedingt die Notrufzentrale deiner Reiseversicherung einschalten.
  • In Spanien oder Griechenland ist eine Mehrbettbelegung, oft auch von Frauen und Männern in einem Raum, möglich.
  • Die Ausstattung mit modernen Geräten sowie die Behandlung von fachlich qualifiziertem Personal variiert sehr stark in den einzelnen Ländern, vor allem in Afrika, Asien und Südamerika.
  • Zum Beispiel gibt es auf den Cook Islands kein CT und Patienten müssen erst nach Neuseeland gebracht werden.
  • In Gebieten wie Amazonas, Indonesische Inseln, Afrikanische Safari Parks ist die erste große Herausforderung oft überhaupt einen Arzt zu erreichen und den beschwerlichen Weg in eine Klinik zurück zu legen, was schon mal drei Tage in Anspruch nehmen kann.
Gut zu wissen: Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse im Ausland? Mit der EHIC-Karte (European Health Insurance Card) auf der Rückseite deiner gesetzlichen Krankenversicherungskarte erstattet dir deine Kasse nur einen Teil der Behandlungskosten im Ausland (ohne Rücktransport) –  das gilt jedoch nur innerhalb der EU oder in Ländern mit denen ein sog. Sozialversicherungsabkommen besteht. Selbst in Ländern wie Österreich oder Italien kann es schnell teuer werden. Bei Fernzielen sind es oft Summen im fünfstelligen Bereich

Tipp: Behandlungskosten im Ausland sind teuer und nicht kalkulierbar. Achte darauf, dass diese im Versicherungsvertrag unbegrenzt versichert sind.

4. Wie kann mir die Notrufzentrale helfen?

Es gibt viel zu tun, wenn jemand auf der anderen Seite der Welt Hilfe braucht: Von der einfachen Arztadresse, über den Rettungswagen ins Krankenhaus, die Behandlung vor Ort bis hin zum Transport nach Hause. Musst du im Urlaub ins Krankenhaus, so sichern wir deine Behandlung finanziell ab. Dadurch bleibt dir eine (Bar-)Vorauszahlung der häufig bis zu vier- oder fünfstelligen Arzt- und Krankenhauskosten erspart. Wer länger liegen muss, braucht vielleicht einen Angehörigen in seiner Nähe oder eine Betreuung für seine kleinen Kinder – dafür sorgen wir. 

Tipp: Die Leistungen im Vertrag checken! Im Notfall kommt es nicht nur auf das Geld an, sondern auch auf die Hilfe und Betreuung wie z. B. bei Schwangerschaft, kleinen Kindern oder Mitreisenden sowie im Falle einer Bergrettung.

5. Krank im Ausland: Kann ich dann immer nach Hause?

Wenn du verletzt oder krank im ausländischen Krankenhaus liegst, auf jeden Fall! Wenn in deinem Versicherungsvertrag im Kleingedruckten den „medizinisch sinnvollen (und vertretbaren)“ Rücktransport enthält. Das bedeutet: Du möchtest in einem deutschen Krankenhaus gesund werden? Dann bringen wir dich heim, sobald du stabil genug für den Rücktransport bist.

Was kostet ein Rücktransport? Der Rechner für den Krankentransport zeigt dir die wichtigsten Reiseländer aus der Praxis der Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung.

Tipp: Vorsicht, wenn im Kleingedruckten „medizinisch notwendig“ steht! In diesem Fall darf man nur dann auf Kosten der Versicherung nach Hause, wenn die Ärzte vor Ort nicht behandeln können. Und zwar unabhängig davon, was man selbst möchte, wie der medizinische Standard ist und wie lange die Behandlung bis zur selbständigen Heimreise dauert. Ob dem so ist, entscheidet der behandelnde Arzt im Ausland. Doch welcher Arzt lässt einen zahlungsfähigen Privatpatienten schon gerne gehen?

Checkliste fürs Kleingedruckte: Was macht eine gute Auslandskrankenversicherung aus?

    1. Notrufzentrale – professionelle Hilfe rund um die Uhr. 
      Achte auf eine 24-Stunden-Notrufzentrale mit einem weltweiten Netzwerk. Die Mitarbeiter und Reisemediziner in der Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung beraten Versicherte rund um die Uhr. Sie sprechen z. B. mit den Ärzten vor Ort, holen eine zweite Meinung ein, organisieren Verlegungen oder den Rücktransport nach Hause und übernehmen die ganze Abrechnung.
    2. Rücktransport nach Hause – sinnvoll oder nur notwendig?
      Achte darauf, dass in deiner Versicherung der „medizinisch vertretbare und sinnvolle“ Rücktransport enthalten ist, denn hier prüfen die Ärzte und Reisemediziner der Notrufzentrale die Behandlungsmöglichkeiten vor Ort und entscheiden zusammen mit dem Versicherten über den Rücktransport
    3. Die Rechnung – no Limits?
      Achte darauf, dass Behandlungskosten im Versicherungsvertrag unbegrenzt versichert sind. Oft ist ein fixer Betrag festgelegt oder die Krankheitskosten werden nur bis zu einer gewissen Anzahl von Tagen übernommen.
    4. Extras für Familien in der Auslandskrankenversicherung!
      Familien mit Kindern brauchen im Notfall noch mehr, viele Verträge sind jedoch nicht darauf ausgerichtet. Überlege, was zum finanziellen Schutz darüber hinaus wichtig ist. So sorgt z. B. unsere Notrufzentrale auch für die zuverlässige Betreuung von Kindern. Wenn den Eltern selbst etwas passiert, holt sie die Kinder nach Hause oder eine nahestehende Betreuungsperson zu ihnen, wenn dies nicht anders möglich ist. Auch Schwangere bzw. Frühchen sind bis zur 36. Schwangerschaftswoche bei uns in guten Händen.
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