27.01.2020

Dengue-Fieber: richtig erkennen, behandeln und sich schützen!

In über 100 Ländern weltweit ist Dengue-Fieber verbreitet. Schätzungen zufolge erkranken zwischen 70 und 140 Millionen Menschen pro Jahr an dem gefährlichen Virus. Wie du dich auf Reisen vor Stechmücken schützen kannst und wieso du bei Grippe-Symptomen nach der Reise lieber sofort zum Arzt gehen solltest.

Wo kommt Dengue-Fieber vor?

Risikogebiete sind überwiegend tropische und subtropische Regionen: Mittel- und Südamerika, die Karibik, tropische Länder Afrikas, Indien, Südostasien sowie die südpazifischen Inseln. Aber auch in Südfrankreich, Spanien und Kroatien ist es in den letzten Jahren zu einzelnen Erkrankungen bis hin zu kleineren Ausbrüchen von Dengue-Fieber gekommen.

Wie kann ich an Dengue-Fieber erkranken?

Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die durch den Stich einer infizierten Stechmücke der Aedes-Gattung (vor allem der Asiatischen Tigermücke und der Asiatischen Buschmücke) übertragen wird. Während Malaria-Mücken vor allem nachts aktiv sind, ist bei Dengue-Fieber das Risiko der Ansteckung am Tag besonders hoch.

Welche Symptome habe ich bei Dengue-Fieber?

Die Symptome ähneln denen einer Grippe: Neben Fieber bis zu 40°C sind starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie ein Hautausschlag typisch. Daneben können Übelkeit, Erbrechen oder eine Bindehautentzündung auftreten. Aufgrund der sehr starken Schmerzen in den Gelenken wird das Dengue-Fieber auch als „Knochenbrecher-Fieber“ bezeichnet. Zwischen der Ansteckung und den ersten Krankheitszeichen liegen meist vier bis zehn Tage.

Wie wird Dengue-Fieber behandelt?

Die Krankheit verläuft in der Regel nicht so schwer wie Malaria. Die Symptome klingen meist nach zwei bis sieben Tagen wieder ab. Eine spezifische Therapie gibt es bisher nicht, es können nur die Schmerzen und das Fieber behandelt werden. Empfohlen werden daher Bettruhe und die Anwendung fiebersenkender Mittel.

Wichtig: Bei Verdacht auf Dengue-Fieber solltest du auf keinen Fall Aspirin oder andere blutverdünnende Medikamente einnehmen und zur sicheren Diagnose schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Wie kann ich mich schützen?

Es gibt zwar inzwischen zugelassene Impfstoffe für Menschen, die in den meisten betroffenen Gebieten leben und bereits eine Erkrankung erlitten haben, diese sind jedoch nicht als Reiseimpfung im Rahmen der Reiseprophylaxe vorgesehen. Daher gilt es auf Reisen, so weit es geht Mückenstiche zu vermeiden und sich dagegen zu schützen – und zwar Tag und Nacht! Trage dicht gewebte, körperbedeckende Kleidung und wenn möglich, reibe unbedeckte Hautstellen mit einem Insektenschutzmittel ein. Die wichtigsten Tipps für den Insektenschutz.

Kann ich öfter an Dengue-Fieber erkranken?

Es gibt vier verschiedene Typen des Dengue-Virus (bezeichnet mit DEN-1 bis DEN-4). Menschen, die eine Erkrankung mit bspw. DEN-1 durchgemacht haben, sind für den Rest ihres Lebens immun gegen diesen einen Typ, nicht aber gegen die restlichen drei. Bei einer erneuten Infektion oder bei Kindern besteht die Gefahr, dass das Dengue-Fieber einen schweren Verlauf nimmt. Folgende Warnzeichen, die etwa drei bis sieben Tage nach dem Einsetzen der ersten Symptome auftreten, deuten darauf hin: schwere Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, schnelle Atmung, anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung sowie das Auftreten von Blutungen (z. B. Blut im Erbrochenen, Hauteinblutungen, Zahnfleisch- oder Nasenbluten). Bei schweren Verläufen ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.

Du planst eine Reise in ein Dengue-Risikogebiet? Das ECDC (Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) klärt dich über die Entwicklung und Ausbreitung des Dengue-Fiebers sowie zur aktuellen Risikoeinschätzung in deinem Reiseland auf.


Wie gefährlich sind Zeckenstiche? Erfahre mehr über FSME und seine Folgeschäden!


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4 Kommentare zu “Dengue-Fieber: richtig erkennen, behandeln und sich schützen!”
  1. Monika Oeser

    Hallo Felix, vielen Dank dass du die Anmerkung nochmal schärfst. Pandemiebedingt konnten wir den Punkt 2020 nicht weiterverfolgen, aber werden nun nochmal in die Recherchen gehen, um Irritationen künftig zu vermeiden. Liebe Grüße, die ERGO Reiseversicherung

  2. Felix

    2 Jahre später kann ich den Wunsch von Dr. Christina Guttmann nur wiederholen.
    Auch ich finde die Überschrift etwas irreführend und hätte gerne das tatsächliche Risiko.
    Gerne im Ländervergleich und/oder anderen Gefahren ( Verkehrsunfall, andere Krankheiten …).
    Oder gibt es bereits einen Artikel?

  3. Ines Boelinger

    Vielen Dank für Ihr Feedback und den Hinweis. Gerne nehmen wir Ihren Punkt auf und fragen nach einer Einschätzung bei unseren Reisemedizinern an bzw. recherchieren nach aktuellen Quellen für einen Ländervergleich.
    Viele Grüße, die Redaktion

  4. Dr. Christina Guttmann

    Die Überschrift ist irreführend.
    Ich würde mich tatsächlich interessieren wie hoch das Risiko ist, sich mit Denguefieber anzustecken- und zwar im Ländervergleich.
    Man könnte es so bspw. zu vergleichen mit dem Risiko, in einem Verkehrsunfall zu sterben oder anderen Risiken um wirklich einmal abzuschätzen, ob man sich trauen kann, in ein bestimmtes Land zu reisen.
    Schreiben Sie doch mal einen Artikel hierüber. Sie wären der Erste.