10.01.2021

Krank nach der Reise? Vorsicht bei diesen Symptomen!

Vor allem in fernen, exotischen Ländern ist das Risiko einer Ansteckung mit für uns ungewöhnlichen Krankheiten groß. Zu Krankheiten wie Covid-19 und Grippe kommen dann potenziell Malaria, Gelbfieber, Denguefieber, Typhus oder Bilharziose dazu. Krank nach der Reise – bei welchen Symptomen du nach deiner Reiserückkehr vorsichtig sein solltest und wie beim Arzt die richtige Diagnose schneller gelingt.

Leitfaden für Reiserückkehrer – Symptome

Welche Beschwerden nach der Reise sollten ärztlich abgeklärt werden? Dazu zählen vor allem Fieber, anhaltende Magen-Darm-Probleme (z.B. Durchfall) aber auch Hautveränderungen  wie z.B. juckende Hautstellen oder Hautausschlag.

Beschwerden nach der Reise – das muss der Arzt für eine Diagnose wissen:

  • Wann und wohin bist du gereist (Zeitraum und Reiseroute)?
  • Welche Aktivitäten hast du vor Ort gemacht?
  • Seit wann hast du die gesundheitlichen Beschwerden?
  • Welche krankheitsvorbeugenden Maßnahmen wurden ggf. ergriffen? (z. B. Malaria-Prophylaxe, Gelbfieber- oder Hepatitis-Impfung etc. )
  • Wie waren die Hygienebedingungen während der Reise?
  • Hast du ggf. risikobehaftete Nahrungsmittel zu dir genommen?
  • Hast du Insektenstiche oder Zeckenbisse bemerkt?
  • Hattest du Kontakt zu Tieren? Wenn ja, zu welchen?
  • Hattest du Kontakt mit Süßwasser?
  • Gab es Sexualkontakte?

Anhand dieser Informationen und mit Kenntnis der Verbreitungsgebiete der unterschiedlichen Krankheiten kann der Mediziner meist die infrage kommenden Erreger eingrenzen und gezielte Laboruntersuchungen einleiten.

Am besten suchst du, wenn möglich, direkt einen reisemedizinisch fortgebildeten Arzt oder eine tropenmedizinische Einrichtung auf. Kontaktdaten gibt es auf der Seite des CRM Centrum für Reisemedizin oder auf der Seite des Robert Koch Instituts.

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Malaria, Dengue oder doch eine normale Grippe?

Zwischen Covid-19 und Grippe bzw. grippalem Infekt sind Symptome ähnlich und eine schnelle Diagnose ohne Test selbst für Mediziner schwierig. So auch bei Malaria. Zu wenig geschützt, zu spät erkannt und falsch behandelt sind laut den Experten die häufigsten Fehler im Umgang mit Malaria weltweit.

Als Faustregel für Reiserückkehrer gilt (vorausgesetzt eine aktuelle Corona-Infektion kann ausgeschlossen werden):

Jede fieberhafte Erkrankung nach Aufenthalt in einem Risikogebiet wird so lange als eine Malaria angesehen, bis das Gegenteil erwiesen ist. Malaria lässt sich mit einem Bluttest zuverlässig erkennen.

Bei Dengue treten in der Regel zu den grippeähnlichen Symptomen auch starke Gelenkschmerzen auf, wodurch die Krankheit als auch „Knochenbrecher-Fieber“ bezeichnet wird. Wichtig: Bei Verdacht auf Dengue-Fieber solltest du auf keinen Fall Aspirin oder andere blutverdünnende Medikamente einnehmen und zur sicheren Diagnose schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Mehr über Dengue erfahren

Auf der anderen Seite gibt es Krankheiten, die je nach Reiseart und Aktivitäten im Urlaub ggf. direkt ausgeschlossen werden können: So kannst du z. B. keine Bilharziose (Schistosomiasis) haben, wenn du nicht in einem Risikogebiet in Kontakt mit Süßwasser gekommen bist.

Wichtig: Bei manchen Krankheiten können vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Auftreten von Symptomen mehrere Wochen oder auch Monate vergehen. Auch wenn Beschwerden erst geraume Zeit nach der Rückkehr auftreten, können sie also mit der Reise zusammenhängen. Daher den (Haus)-Arzt immer auch über weiter zurückliegende Reisen informieren!

Die häufigsten Krankheiten von Reiserückkehrern

Das sich Magen-Darm-Infektionen sowie Grippe und Erkältungskrankheiten und aktuell Covid-19-Pandemie sehr schnell ausbreiten, treten sie auch bei Reisenden am häufigsten auf. Zudem nehmen Infektionskrankheiten weltweit zu und treten auch in Regionen auf, in denen sie früher unbekannt waren. So hat der Erreger des Dengue-Fiebers in den letzten Jahren Mitteleuropa erreicht. Dengue-Fieber gehört weiterhin zu den weltweit am häufigsten auftretenden Infektionskrankheiten und tritt am häufigsten bei Rückkehrern aus Südostasien, Lateinamerika und der Karibik auf.

Gelbfieber unterliegt einer strengen internationalen Meldepflicht. Gelbfieberinfektionen treten mit hohem Fieber und allgemeinen Krankheitserscheinungen auf und verlaufen bei schweren Komplikationen mit Gelbsucht und Blutungen tödlich. Viele Länder verlangen hier ein Impfnachweis bei der Einreise. Reisemediziner weisen jedoch auch auf die Bedeutung der Prophylaxe durch die Impfung auch bei Reisen in Gebiete, die als gelbfieberfrei galten und in den letzten Jahren immer mehr betroffen sind. 

Mehr Infos zu Reisen in Corona-Zeiten, Einreisevorschriften und Regeln für Reiserückkehrer!

Quelle: CRM Centrum für Reisemedizin


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