16.06.2015

MERS – wie gefährlich ist der Virus?

Das MERS-Coronavirus hat seit dem Jahr 2012 Erkrankungen hauptsächlich in Saudi-Arabien sowie weiteren arabischen Ländern verursacht. 2015 haben sich auch in Südkorea viele Menschen mit der gefährlichen Atemwegserkrankung angesteckt. Wie überträgt sich das MERS-Virus und was müssen Reisende wissen?

Wie kann ich mich mit dem MERS-Virus anstecken?

Erstmalig erkannt wurde die Erkrankung 2012 in Saudi-Arabien und Katar. Sicher ist, dass Kamele und Dromedare als die größte Ansteckungsquelle für den Menschen gelten. Man vermutet, dass die Erreger über das Augen- oder Nasensekret der Tiere auf den Menschen übertragen werden. Bei sehr engem Kontakt ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich. Mangelnde Hygienemaßnahmen werden als Ursache für Ausbrüche und Ausweitung auf andere Länder vermutet.

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Wie kann ich mich gegen MERS schützen?

Wie beim SARS Virus kommt es vor allem auf die Hygiene an. Wenn du also in Risikogebiete reist, solltest du verstärkt folgende Regeln beachten:

  • Wasche dir häufig und gründlich die Hände, vor allem nach dem Kontakt zu Tieren, insbesondere zu Kamelen.
  • Nahrungsmittel vor dem Essen garen oder schälen und Flüssigkeiten nur abgekocht trinken.
  • Vom Verzehr von Kamelmilch und -fleisch solltest du absehen.
  • Auch den Besuch von Tierfarmen solltest du meiden.
  • Im Falle von ersten Anzeichen von Fieber und Husten solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen.

Wer hat ein erhöhtes Infektionsrisiko?

Vor allem chronisch Kranke (z. B. Diabetiker) und Menschen mit Vorerkrankungen (z. B. mit Nierenleiden) sind gefährdet am MERS-Virus zu erkranken. Daher sollten sie Vorsicht walten lassen und sich von Tieren fernhalten.

Wie erkenne ich die Krankheit?

Bereits am zweiten Tag können sich ersten Symptome bemerkbar machen, in d. R. innerhalb von zwei Wochen. Zunächst treten Fieber, Husten, Schüttelfrost, Hals- und Gelenkschmerzen auf. Danach kommt es zu einem Übergreifen auf die Atemwege. Oftmals wird die Erkrankung von Durchfall begleitet, in wenigen Fällen kann es zu Nierenversagen kommen. Da jedoch auch andere Symptome auftreten können, ist es zu Beginn nicht leicht, die Krankheit zu erkennen. Durch MERS-Coronaviren kann es zu einer Lungenentzündung kommen. Ca. 30 – 40 % aller MERS-Infektionen sind tödlich.

Wie verläuft die Therapie?

Es gibt bislang keine Impfung oder eine spezifische Behandlung gegen den MERS Virus. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome und den Verlauf zu mildern, Organversagen zu verhindern. Mit Antibiotika und antiviralen Medikamenten sollen weitere Infektion des Körpers eingedämmt werden.

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Ein Kommentar zu “MERS – wie gefährlich ist der Virus?”
  1. Vielen dank für den tollen Artikel und die ausführliche Information. Die Informationen sind ziemlich hilfreich.

    Gruß Anna