10.08.2017

Roadtrip durch Südfrankreich – die schönsten Etappen

Roadtrip mit einer Prise savoir-vivre? In Südfrankreich kannst du mit dem Auto neben der französischen Lebenskunst auch die Freiheit der Straße genießen. Die wunderschöne Landschaft und kleine Orte, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum erreicht, laden dich ein. Mit diesen Tipps steht deinem Roadtrip nichts im Wege.

Die schönste Route mit dem Auto durch Südfrankreich

Die perfekte Mischung aus Natur und Stadt, Kulinarik und Kultur machen einen Roadtrip durch Frankreich abwechslungsreich. Die schönsten 6 Etappen, die du  unterwegs nicht verpassen solltest.

ERV Blog Karte für mit dem Auto durch Südfrankreich
Route mit dem Auto durch Südfrankreich

Etappe 1: Dem Lavendelduft hinter her

Von Deutschland aus bietet es sich an, zuerst in die Provence zu fahren. Im Juni und Juli blüht der lilafarbene Lavendel und verströmt einen traumhaften Geruch. Die Orte Sault und Aix-en-Provence sind besonders beliebte Lavendelziele. Auch das Kloster Abbaye de Senanque ist ein wunderschöner Ort, um den Lavendel in seiner ganzen Pracht zu erleben. Hier lohnt es sich, entweder früh morgens oder erst am späten Nachmittag zu kommen, da tagsüber viel los ist.

ERV Blog Lavendelfeld in der Provence
Lavendelblüte in Frankreich

Etappe 2: Marseille erkunden

Von der Provence geht es weiter nach Marseille. Die Küstenstadt ist mehrere Tage Aufenthalt wert. Die verschiedenen Viertel und Sehenswürdigkeiten sind allesamt spannend. Auch ein Tagesausflug zu den Calanques bietet sich an. Besonders angesagt ist das Hafenviertel Le Panier, wo sich viele kleine Boutiquen und Cafes befinden. Nachts ist es dort im Vergleich zu anderen Vierteln relativ sicher.

Wichtig: Als allein reisende Frau sollte man trotzdem Acht geben!

ERV Blog Roadtrip nach Marseille
Hafenviertel Le Panier in Südfrankreich

Etappe 3: Am Hafen von Cassis

Von Marseille aus geht es weiter nach Cassis. Eine zauberhafte kleine Hafenstadt, die du in einigen Stunden besichtigen kannst. Auch hier sind ein paar der schönsten Calanques zu Fuß zu erreichen oder du genießt nach einem Spaziergang durch die Stadt ein Mittagessen am Hafen.

ERV Blog Roadtrip nach Cassis im Hafen
Hafen von Cassis

Etappe 4: Tierbeobachtungen bei Hyeres

Da Cassis eher klein ist, kannst du von dort aus direkt weiterfahren nach Hyeres. Hier kannst du dich ganz der Natur und Tierbeobachtung widmen: vom Whale Watching bis zu alten Salinen, in denen Flamingos und viele andere Vögel zu beobachten sind über die wunderschöne Küstenlandschaft der Halbinsel Giens. Zwei Tage Aufenthalt solltest du mindestens einplanen, um die vielfältigen Angebote zu entdecken.

Etappe 5: Auf den Spuren von Parfum

Die nächste Stadt auf der Route ist Grasse, bekannt durch das Buch „Das Parfum“. Auch heute noch dreht sich in der kleinen Stadt alles um Parfum. Es gibt Museen, Geschäfte und man kann sogar in einem Workshop sein eigenes Parfum zusammenstellen. Auch die Altstadt ist schön und bei einer Stadtführung lernt man die wichtigsten historischen Plätze und Gebäude kennen.

Tipp: Probiere in Grasse unbedingt ein Fougassette à la fleur d’oranger! Das ist ein luftiges Brot mit Orangenblütenwasser – diese Spezialität bekommst du nur hier.

Etappe 6: Côte d’Azur – Highlight Nizza

Nizza ist die letzte Station der Südfrankreich-Reise und nochmal ein besonderes Highlight. Strand, Restaurants und eine wunderschöne Altstadt stehen hier auf dem Programm. Von veganer Eiscreme und Raw Food Restaurants bis zu typischen Spezialitäten wie Socca, ein dünnes Fladenbrot aus Kichererbsenmehl, kannst du es dir hier kulinarisch gut gehen lassen. Verschiedene Aussichtspunkte bieten einen atemberaubenden Blick auf die Stadt. Abends kann man über die Strandpromenade spazieren oder eines der zahlreichen Restaurants besuchen.

ERV Blog Strand in Nizza Südfrankreich
Côte d’Azur – Highlight Nizza

Eigenes Auto oder Mietwagen in Südfrankreich?

Kommt darauf an, je nachdem aus welcher Region du anreist. Es gibt günstige Mietangebote vor Ort, achte jedoch darauf, dass Zweitfahrer und Vollkaskoversicherung enthalten sind. Oft rechnet sich ein Mietwagen allein deshalb, weil man damit einen Teil der teuren Mautgebühren in der Schweiz und in Frankreich umgehen kann.

Tipp: Wer mit dem Auto nach Frankreich fährt, benötigt für einige Städten eine Umweltplakette. Sie gilt für Fahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 1996 erstmalig zugelassen wurden. Auch Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gelten als Pkw.

Mit dem Auto durch Südfrankreich – Maut und versteckte Kosten

Die PKW-Maut ist auf französischen Autobahnen Pflicht. Mit Hilfe eines Mautrechners berechnest du, wie teuer die Gebühren für deine geplante Strecke sind. In Frankreich wird pro Strecke abgerechnet. Es empfiehlt sich deshalb, längere Abschnitte wie die Anreise auf der Autobahn zurückzulegen, aber vor Ort die kostenlosen Landstraßen Südfrankreichs zu nutzen. Reist du über die Schweiz an, kommen noch die Kosten für die Jahresvignette in Höhe von derzeit 40 CHF (36,67 Euro) dazu.

Tipp: Am schnellsten gelangt man in Frankreich durch die Mautschranke, wenn man per Kreditkarte bezahlt – man muss weder Geheimzahl eintippen noch unterschreiben.

Sicherheit und Autodiebstahl in Südfrankreich?

Lasse keine Wertgegenstände oder Gepäck im Auto, wenn du dieses nachts oder an einem abgelegenen Parkplatz abstellst. Ein geschlossener Kofferraum oder eine unauffällige Decke sorgen dafür, dass das Gepäck nicht gleich einsehbar ist. Autoradios können Diebe anlocken. Auch billige Modelle sind dabei leider keine Ausnahme.

Vor allem in Marseille und den angrenzenden Orten gibt es eine erhöhte Kriminalität. Die sicherste Lösung ist, ein videoüberwachtes Parkhaus oder bewachte Parkplätze zu nutzen. Eine Tageskarte kostet zwischen 18 und 22 Euro. Je näher am Zentrum desto teurer. Innerhalb der Stadt kannst du dich problemlos zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen. Auch Parkplätze bei den Calanques, Südfrankreichs traumhaften Küsten-Felslandschaften, sind bei Dieben beliebt.

Tipp: Eine Anreise mit dem Bus zum Startpunkt diverser Wanderrouten ist unkompliziert. Das Auto bleibt dann bis zur nächsten Etappe des Roadtrips im sicheren Parkhaus.


Michaela veröffentlicht seit 2010 auf www.transglobalpanparty.com vegetarische und vegane Rezepte aus aller Welt sowie Reiseberichte von ihren Städtetrips, Wanderausflügen oder Fernreisen.


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2 Kommentare zu “Roadtrip durch Südfrankreich – die schönsten Etappen”
  1. Simona Keller

    Liebe Gerda, da ich in der Hauptsaison im Juni in Südfrankreich war, habe ich alle meine Unterkünfte vorab gebucht. Das waren entweder Hotels oder Ferienwohnungen. In größeren Städten wie Marseille gibt es zwar mehr Auswahl und dort findet man zur Not auch spontan etwas, aber sobald in Frankreich die Sommerferien beginnen, wird es voll. Ich empfehle deshalb, die Unterkünfte auf jeden Fall vorab zu buchen, falls du im Sommer fahren möchtest. Ich war mit dem Auto unterwegs und habe das Gepäck bei der Überfahrt tagsüber im Wagen gelassen, wenn ich mir auf dem Weg etwas angesehen habe (z.B. Notre-Dame de Sénanque). Ich habe eine dunkle, unauffällige Decke über das Gepäck im Kofferraum ausgebreitet. Bis auf Marseille, wo ich das Auto grundsätzlich nur in überwachten Parkhäusern abstellen würde, hatte ich mit dieser Vorgehensweise keine Probleme, wenn ich von einem Ort zum nächsten gefahren bin. Insgesamt würde ich für diese Route 2 Wochen vorschlagen, so hat man 2 bis 3 Nächte an einem Ort.
    Liebe Grüße,Ela

  2. Gerda

    Schöner Bericht – aber WO hast du immer übernachtet? Sollte man das alles vorab buchen?
    danke für eine Rückinfo.
    Gerda