06.03.2019

Alleine reisen im Camper? Am Anfang hat man immer Angst!

Vor rund zwei Jahren kündigt Viki ihren Job, gibt ihr WG-Zimmer auf, kauft sich einen Bulli, den sie zu einem gemütlichen Zuhause umbaut und startet ihr ganz persönliches Abenteuer. Aller Anfang ist schwer – vor allem alleine im Camper. Oder etwa doch nicht?

Kann man Einsamkeit üben?

Bevor ich die Tour durch Europa starte werde ich von allen Seiten mit Bedenken bombardiert. „Hast du keine Angst alleine?“ – „Was machst du, wenn du unterwegs krank wirst?“ 

Auch ich hatte einen gesunden Respekt vor dem Alleine-Reisen. Doch mein Fernweh war stärker als meine Angst. Vernünftigerweise habe ich Vorkehrungen getroffen, die meine Sicherheit betreffen. Schon Wochen vor der Reise habe ich in gewohntem Gebiet im Van übernachtet, manchmal direkt auf der Einfahrt, um mich an die Geräusche der Nacht und das Gefühl des Schlafens im Bus zu gewöhnen. Angst kam nur, wenn es dunkel wurde. Doch kein Bösewicht sitzt stundenlang in der Walla Pampa, in der Hoffnung, dass eine allein reisende Frau vor dem Schlafen gehen noch einmal raus muss. 🙂

krank im van

Alleine in der Wildnis schlafen – wie schön!

In eineinhalb Jahren reisen habe ich mich nie wirklich unsicher gefühlt. Das Einzige, was mir Angst einjagte, war meine blühende Fantasie – und mit dieser lernte ich umzugehen. Denn in der Wildnis zu schlafen ist das Schönste, das ich mir heute vorstellen kann. Eins zu sein mit der Natur, den ganzen Tag draußen zu verbringen, das erdet. Ich hatte auf der Reise viel Besuch und habe neue Leute kennengelernt. Doch stellt euch vor: Es waren vor allem die Momente, in denen ich alleine war, die mich veränderten.

Mit Rückendeckung im Abenteuer – und die Ängste werden kleiner

Ich bin kein Mensch, der sich Hals über Kopf in waghalsige Abenteuer stürzt. Ich mag Sicherheiten durchaus und kann realistisch denken. So hielt ich regelmäßigen Kontakt zu meinen Eltern und Freunden. Irgendwer wusste immer, wo ich genau bin. Außerdem war mir wichtig für meine lange Reise auslandskrankenversichert zu sein, denn es passiert schnell etwas. An einem einsamen See in Schweden bekam ich eine üble Erkältung. In Spanien knickte ich um und holte mir eine fiese Bänderdehnung. Da war ich froh zu wissen, dass ich nicht alleine bin und mich an Experten wenden konnte, die mir helfen. Die ERV bietet hier einen tollen Service mit der 24h Notrufzentrale.

gesund im van

Mein Mut wird belohnt: Polarlichter, ein neues Hobby, eine neue Liebe

Am Ende waren die meisten Bedenken der Leute unbegründet und hätte ich auf sie gehört, wäre ich nie losgefahren. Ich hätte wohl nie einen ganzen Polarlichterhimmel für mich allein gehabt. Ein unbeschreibliches Gefühl, das dicke Freudentränen aus meinen Augenwinkeln lockte. Ich hätte nie klettern gelernt, ein neues Hobby, das mich vom ersten Moment an begeisterte und ich hätte nie meinen Freund kennengelernt, in den ich mich auf der Reise verliebte. Vor einer großen Veränderung Angst zu haben ist vollkommen normal, aber mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die meisten Risiken minimieren. Sich seinen Ängsten zu stellen und seinen Traum zu leben kann ein Leben verändern. Traut euch!


Viki von @vanilla.icedream reist mit ihrem Camper durch die Welt. Alles rund um ihr Leben im Bus erfahren Sie in auf ihrem Blog!


Ein Kommentar zu “Alleine reisen im Camper? Am Anfang hat man immer Angst!”
  1. Iris

    Bemerkens-und nachahmenswert…

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