27.06.2019

Abenteuer Vanlife – „Polizei! Wach auf, schnell!“

Die Sonne strahlt durch das Seitenfenster, ich strecke mich im Bett. Antonio versteckt sich noch in den Kissen. Auf unserem Abenteuer Vanlife sind wir mit dem Camper unterwegs nach Russland und Zentralasien und erkunden auf dem Weg auch einige Länder Europas. Heute die Slowakei – wo wir plötzlich von Polizisten umgeben sind.

Polizei! Wach auf, schnell!

  • Ich höre ein Auto kommen und schiebe den Vorhang zur Seite.
    „Polizei! Wach auf, schnell!“
  • Das ist diesen Monat Vanlife schon die dritte Begegnung mit der Polizei. Wir campen wild und versuchen, uns so respektvoll wie nur möglich zu zeigen und uns an die gängigen Regeln zu halten. Dennoch kommt man nicht ganz drum herum auch ab und an mal weggeschickt zu werden.
  • Wir springen auf und ziehen uns hektisch die Kleider über den Kopf. Das Polizeiauto parkt neben uns, fünf Beamte steigen aus. Einer zündet sich eine Zigarette an. Sie werfen neugierige Blicke auf uns.
  • Wir sind verwirrt. Ziehen uns die Schuhe über und öffnen langsam die Tür. Jetzt kommt eigentlich der Führerschein und Fahrzeugpapiere-Part, aber die Jungs bleiben an ihrem Fahrzeug.
       
  • Wir räumen zusammen und bereiten uns auf eine mögliche Abfahrt vor. Antonio bereitet gerade das Frühstück zu, als ein zweites Polizeiauto kommt. Nicht viel später kommt ein Drittes, dicht gefolgt vom Vierten und Fünften. Sie parken um uns herum und die Fragezeichen in unseren Gesichtern werden größer. Alle Fahrzeuge sind voll beladen mit Polizisten. Einige studieren unseren Busausbau von Weitem.

Vielleicht ist es Zeit zu gehen?

  • Wir stellen die wildesten Behauptungen auf. Von „die versammeln sich hier um Pause zu machen“ bis „vielleicht denken sie, wir sind gefährliche Kriminelle und sie wollen nur in einer großen Gruppe angreifen“ ist alles dabei. Antonio fühlt sich scheinbar dennoch so wohl, dass er den Kletterfelsen studieren geht, für den wir eigentlich hier sind, doch in der Zwischenzeit kommen mehr und mehr Fahrzeuge an und sie scheinen kein Ende zu nehmen. Als wir fast zugeparkt sind, traue ich mich aus dem Bus und rufe Antonio zu: „Vielleicht ist es Zeit zu gehen?“
  • Alle Augen sind auf mich gerichtet. Ich blicke mich um und merke, dass ich noch nie von so vielen Waffen umgeben war. Ein mulmiges Gefühl, das ich selten auf Reisen habe.
  • Es stehen ungefähr 20 Autos und sogar Busse um uns herum und es wimmelt nur so von Polizisten, als wir den Motor starten. Und dann – wir können es selber kaum glauben, warten, dass doch noch einer protestiert und unseren Exit-Plan durchschaut. Wir verlassen den Ort, einfach so – ohne dass jemand versucht uns aufzuhalten! Scheinbar geht es gar nicht um uns?!
  • Wir finden ein Plätzchen etwas weiter entfernt. Gerade rechtzeitig, denn es rollen große Busse und sogar ein Panzer/Wasserwerfer an. Von unserem neuen Platz aus sehen wir, wie sich die Männer mit Masken und Schildern formieren, während der Chef vorspricht. Es scheint eine Art Übung für Demonstrationen zu sein. Und wie der Zufall es so will – wir genau mittendrin. Nach einer Stunde ist der Spuk auch schon vorbei, mein Puls wieder ganz normal und wir gehen beruhigt klettern.

Viki alias Vanila Icedream, Antonio und Vierbeiner Cleo sind mit ihrem Camper Richtung Russland unterwegs – immer mit im Gepäck die ERGO Reisekrankenversicherung für Entdeckerinnen und Explorer bis 35 Jahre.

Wie sie in ihrem Camper lebt und reist, welche Länder sie gesehen hat und viele weitere Geschichten rund um ihr Vanlife erzählt uns Viki auf ihrem Blog.

Beitragsfoto: Unsplash, Kevin Schmid


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