19.12.2019

Hoch hinauf! Wandern auf Höhenwegen – Tipps & Touren für Anfänger

Gipfelglück, Bergpanorama und Hüttenflair: Wer in den Bergen unterwegs ist, wird mit Ausblick und Entspannung belohnt. Die erste Höhenwanderung sollte ohne viel Höhenunterschiede sein. Welche Touren sich für Einsteiger eignen, wie du dich darauf vorbereitest und was bei Höhenkrankheit zu tun ist, erfährst du hier.

Höhenwanderung – Vorbereitung für alle Fälle 

Für Wanderungen auf Höhenwegen ist eine gute Kondition Voraussetzung, auch wenn diese ohne große Höhenunterschiede an Bergrücken und Graten entlang verlaufen. Damit du schnell fit wirst, reicht schon eine 30-Minütige Sporteinheit ein bis drei Mal pro Woche. Wer nicht ohnehin schon erste Wandererfahrungen mitbringt, kann seine Fitness gleich auf leichten und kurzen Anfängertouren trainieren. Auch die Ausrüstung ist entscheidend. Dazu gehören Wanderschuhe in der richtigen Größe, atmungsaktive Kleidung und ein bequemer Rucksack. Für fortgeschrittenere Routen sind Wanderstöcke hilfreich. Bevor es losgeht, solltest du das Wetter checken.

Must-Haves für den Rucksack

Immer mit ins Gepäck gehören Sonnencreme, Erste-Hilfe-Set und eine wasserdichte Regenjacke, denn in den Bergen kann sich das Wetter oft schlagartig ändern. Ebenso solltest du an ausreichend Verpflegung und Wasser denken. Packe auch eine kleine Reiseapotheke mit Kopfschmerztabletten und Blasenpflaster. Zur Orientierung solltest du Wanderkarten oder Outdoor-Apps nutzen. Auf Outdooractive oder Bergfex lassen sich sowohl Routen planen als auch die passenden Karten offline nutzen. Dank GPS wird auch der Standort mitgeteilt. Wer sich doch verläuft oder einen Unfall hat, dem kann ein Handy zum Lebensretter werden. Versichere dich deshalb, dass dein Akku ausreichend aufgeladen ist. Im besten Fall wanderst du nicht alleine, sondern in Begleitung.

Höhenwanderungen für Anfänger

Die Tourenlänge solltest du je nach Ausdauer und Erfahrung planen. Für eine erste Höhenwanderung mit wenig Höhenmetern, sind folgende Touren geeignet:

  • UNESCO-Biosphärenreservat, Schwäbische Alb
  • Kaiserweg – ein leichter 7,2 Kilometer langer Rundweg durchs Seeburger Tal mit nur 120 Höhenmetern
  • Chiemgauer Alpen – fünfstündige Tour auf 1.494 Metern von der Kampenwand zur Hochplatte

Wer danach noch weiter weg und höher hinaus will, findet z. B. in Nepal zahlreiche Einsteigerwege. Mit einem atemberaubenden Blick auf das Himalaya-Gebirge ist die leichte Tageswanderung auf 2.200 Metern Höhe von Chisapani nach Nagarkot durch den Shivapuri National Park ein guter Start für Einsteiger.

Aber Vorsicht: Ab einer Höhe von 2.000 Metern können ohne Akklimatisierung bereits erste Symptome von Höhenkrankheit auftreten.

Was tun bei Höhenkrankheit?

Mit steigender Höhe nimmt der Sauerstoffgehalt ab. Die Lunge kann dadurch weniger Sauerstoff aufnehmen, was zu Anpassungsreaktionen des Körpers, wie Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit oder Übelkeit, führt.

Was viele nicht wissen: Die Höhenkrankheit kann jeden treffen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Deshalb solltest du dich auf jeden Fall schrittweise an die Höhe gewöhnen. Auch bei mehrtägigen Touren ist es am Anfang ratsam für die Nacht wieder einige Höhenmeter hinabzusteigen und tagsüber viel zu trinken. Sollten die Symptome anhalten, empfiehlt sich die Rückkehr ins Tal.


Stimmt es, dass nur Anfänger an Höhenkrankheit leiden können?
Wir verraten dir, wie du bei Reisen in der Höhe gesund bleibst!


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