12.05.2017

Raus aus der Schule, rein ins Abenteuer: Freiwilligendienst oder Work & Travel

Endlich geschafft! Nach der Schule packt viele Jugendliche die Abenteuerlust: Ein paar Monate die Freiheit genießen, fern von der gewohnten Umgebung neue Erfahrungen sammeln, sich sozial engagieren oder vielleicht auch ein bisschen Geld verdienen. Ob Freiwilligendienst oder Work & Travel – die Auswahl ist groß. Mehr über die Programme, Kosten und Absicherung!

1. Fremde Kulturen kennenlernen und sich sozial engagieren: der Freiwilligendienst

Darum geht es: Kinder in einem Heim in Bolivien betreuen oder in einer Tierauffangstation in Südafrika arbeiten? Es ist ein soziales, meist ehrenamtliches Engagement in einer Jugendeinrichtung, einer Schule oder einem sozialen Projekt. Für Jugendliche, die gerade die Schule abgeschlossen haben, ideal, da anders als bei Entwicklungsdiensten keine Berufsausbildung vorausgesetzt wird.

So viel kostet es: Meistens wohnt man in Gastfamilien oder Camps. Unterkunft und Verpflegung sind kostenlos, die An- und Abreise müssen die Helfer selber finanzieren. Es gibt staatlich geförderte Programme oder Angebote privater Organisationen. Allerdings fallen hier für Beratung, Organisation und Betreuung Kosten an.

Zu den wichtigsten geförderten Programmen zählen (das Mindestalter hängt vom jeweiligen Angebot ab, meistens jedoch volljährig):

  • weltwärts (ein Freiwilligenprogramm vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ)
  • der Europäische Freiwilligendienst
  • ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ)
  • ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ)
  • der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD; vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
  • Kulturweit (der internationale kulturelle Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission, unterstützt vom Auswärtigen Amt)

So geht’s: Viele dieser Programme laufen mindestens sechs Monate und sind zeitlich kaum flexibel. Wer Interesse hat, muss sich mit einem Motivationsschreiben um einen Platz direkt oder über eine sogennante Entsendungsorganisation bewerben. Kürzer und flexibler geht es nur über private Agenturen. Doch Vorsicht – der Anbieter und die Hilfsprojekte sollten überprüft bzw. zertifiziert worden sein! Nur so kann man sich sicher sein, bei einem vertrauenswürdigen Projekt zu arbeiten.

Work and Travel
Freiwilligendienste locken junge Menschen nach der Schule in die weite Welt.

2. Geld verdienen und gleichzeitig reisen: Work & Travel

Darum geht es: Ein paar Wochen im Whistler Mountain-Skigebiet in Kanada am Skilift jobben, dabei Geld verdienen und dann den Rest des Landes erkunden? Für viele ist das die ideale Lösung, um nach der Schule länger reisen zu können. Auch hier muss man in der Regel schon mindestens 18 Jahre alt sein, um im Ausland jobben zu können.

So viel kostet es: Wer schon ein bisschen Auslandserfahrung und gute Kenntnisse in der Landessprache besitzt, kann seinen Work & Travel-Aufenthalt auch gut auf eigene Faust machen. So fallen lediglich die Reisekosten und Gebühren für Visa und Genehmigungen an. Wem allerdings eine Starthilfe für den Auslandsaufenthalt lieber ist, kann eines der vielen kostenpflichtigen Work & Travel-Pakete von Agenturen wählen. Sie vermitteln erste Jobangebote und Unterkünfte, unterstützen bei der Visa-Anmeldung und haben Ansprechpartner vor Ort.

So geht’s : Einen Job am Wunschzielort finden Jugendliche beispielsweise über Jobportale im Internet oder die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Agentur für Arbeit (ZAV). Wer über die Agenturen ins Ausland reist, sollte die Details prüfen: Was kosten die Flüge? Welche Erfahrungen haben andere Teilnehmer gemacht? Ist es möglich, abwechselnd zu jobben und zu reisen? Ist der Anbieter bzw. das Projekt zertifiziert? Vor Ort ist es dann in Hostels oder Backpacker-Cafés meist leicht, Kontakte zu knüpfen und weitere Jobs zu finden.

Freiwilligendienst
Abi und dann? Für viele der beste Zeitpunkt für ein Auslandsjahr „Work and Travel“.

3. Nicht vergessen: Die richtige Auslandskrankenversicherung im Gepäck

Darum geht es: Es macht einen Unterschied, in welchem Land man sich aufhält. Denn die gesetzliche Krankenversicherung greift während eines längeren Auslandsaufenthalts nur bedingt. Gerade in besonders beliebten Ländern wie den USA, Kanada oder Australien ist man gar nicht versichert.

So viel kostet es: Den Transport ins nächste Krankenhaus oder den Rücktransport nach Hause, der leicht einen fünfstelligen Betrag kosten kann, müssten Jugendliche ohne entsprechender Absicherung aus eigener Tasche zahlen. Europaweit erstatten gesetzliche Krankenkassen die Behandlungskosten nur teilweise, und das nur in Ländern mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Außerhalb gibt es keine Erstattung der Behandlungskosten.

So geht’s: Für Work & Travel-Reisende, Studenten oder Au-pairs gibt es eigene Reiseversicherungen, die speziell während des gesamten Auslandsaufenthalts bei Unfällen und akuten Erkrankungen absichern. So ist auch ein Rücktransport nach Hause finanziell abgedeckt. Bei längeren Aufenthalten ist es sinnvoll, nicht nur eine Auslandskrankenversicherung sondern zusätzlich auch eine Unfall-, Haftpflicht und Unterbrechungsversicherung abzuschließen.

Auf die richtige Reiseversicherung kommt es an! Die Auslandskrankenversicherung der ERGO für Langzeitaufenthalte schützt Studenten, Au-pairs, Backpacker, Sprach- oder Austauschschüler, Praktikanten, Teilnehmer an einem Work & Travel Programm oder Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst bis 55 Jahren, die maximal 24 Monate im Ausland verbringen – jetzt berechnen!

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