12.05.2017

Raus aus der Schule, rein ins Abenteuer: Freiwilligendienst oder Work & Travel

Endlich geschafft! Nach der Schule packt viele Jugendliche die Abenteuerlust: Ein paar Monate die Freiheit genießen, fern von der gewohnten Umgebung neue Erfahrungen sammeln, sich sozial engagieren oder vielleicht auch ein bisschen Geld verdienen. Ob Freiwilligendienst oder Work & Travel – die Auswahl ist groß. Mehr über die Programme, Kosten und Absicherung:

Nicht vergessen: Die Auslandskrankenversicherung im Gepäck

Egal wohin die Reise führt, auf die richtige Reiseversicherung kommt es an. Stiftung Warentest hat 2016 insgesamt 67 Auslandskrankenversicherungen für lange Auslandsaufenthalte geprüft und unsere Auslandskrankenversicherung  in der Kategorie „junge Leute“ zum Testsieger gewählt. Sie schützt neben Studenten und Au-pairs auch Backpacker, Sprach- oder Austauschschüler, Teilnehmer an einem Work & Travel Programm, Praktikanten und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst bis 35 Jahren, die eine längere Zeit im Ausland verbringen.

Freiwilligendienst nach der Schule

Fremde Kulturen kennenlernen und sich sozial engagieren: der Freiwilligendienst

Darum geht es: Wieso nicht Kinder in einem Heim in Bolivien betreuen oder in einer Tierauffangstation in Südafrika arbeiten? Es ist ein soziales, meist ehrenamtliches Engagement in einer Jugendeinrichtung, einer Schule oder einem sozialen Projekt. Für Jugendliche, die gerade die Schule abgeschlossen haben, ideal, da anders als bei Entwicklungsdiensten keine Berufsausbildung vorausgesetzt wird.

So viel kostet es: Meistens wohnt man in Gastfamilien oder Camps. Unterkunft und Verpflegung sind kostenlos, die An- und Abreise müssen die Helfer selber finanzieren. Es gibt staatlich geförderte Programme oder Angebote privater Organisationen. Allerdings fallen hier für Beratung, Organisation und Betreuung Kosten an.

Diese Programme gibt es: Das Mindestalter hängt vom jeweiligen Angebot ab, bei den meisten Projekte muss man volljährig sein. Zu den wichtigsten geförderten Programmen zählen:

  • weltwärts (ein Freiwilligenprogramm vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ)
  • der Europäische Freiwilligendienst
  • ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ)
  • ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ)
  • der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD; vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
  • Kulturweit (der internationale kulturelle Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission, unterstützt vom Auswärtigen Amt)

So geht's: Viele dieser Programme laufen mindestens sechs Monate und sind zeitlich kaum flexibel. Wer Interesse hat, muss sich mit einem Motivationsschreiben um einen Platz direkt oder über eine sogennante Entsendungsorganisation bewerben. Kürzer und flexibler geht es nur über private Agenturen. 

Wichtig: Der Anbieter und die Hilfsprojekte sollten überprüft bzw. zertifiziert worden sein. Nur so kann man sich sicher sein, bei einem vertrauenswürdigen Projekt zu arbeiten.

Mehr über die zahlreichen staatlich geförderten sowie privaten Angebote finden Abiturienten auf Webseiten wie http://www.ausland.org/ und http://www.rausvonzuhaus.de./.

Work and Travel

Geld verdienen und gleichzeitig reisen: Work & Travel

Darum geht es:  Ein paar Wochen im Whistler Mountain-Skigebiet in Kanada am Skilift jobben, dabei Geld verdienen und dann den Rest des Landes erkunden? Für viele ist das die ideale Lösung, um nach der Schule länger reisen zu können. Auch hier muss man in d. R. schon mindestens 18 Jahre alt sein, um im Ausland jobben zu können.

So viel kostet es: Wer schon ein bisschen Auslandserfahrung hat und gute Kenntnisse in der Landessprache besitzt, kann sein Work & Travel-Aufenthalt auch gut auf eigene Faust machen. So fallen lediglich die Reisekosten und Gebühren für Visa und Genehmigungen an.
Wem allerdings eine Starthilfe für den Auslandsaufenthalt lieber ist, kann eines der vielen kostenpflichtigen Work & Travel-Pakete von Agenturen wählen. Sie vermitteln erste Jobangebote und Unterkünfte, unterstützen bei der Visa-Anmeldung und haben Ansprechpartner vor Ort.

So geht's : Einen Job am Wunschzielort finden Jugendliche beispielsweise über Jobportale im Internet oder der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Agentur für Arbeit (ZAV). Vor Ort ist es dann in Hostels oder Backpacker-Cafés meist leicht, Kontakte zu knüpfen und weitere Jobs zu finden.

Wer über die Agenturen ins Ausland reist, sollte die Details prüfen:
Was kosten die Flüge? Welche Erfahrungen haben andere Teilnehmer gemacht? Ist es möglich, abwechselnd zu jobben und zu reisen? Ist der Anbieter bzw. das Projekt zertifiziert?

Reiseversicherung Arbeiten im Ausland

Welche Versicherung für Reisen und Arbeiten im Ausland?

Darum geht es: Es macht einen Unterschied, in welchem Land man sich aufhält. Denn die gesetzliche Krankenversicherung greift während eines längeren Auslandsaufenthalts nur bedingt. Gerade in besonders beliebten Ländern wie den USA, Kanada oder Australien ist man gar nicht versichert.

So viel kostet es: Der Transport ins nächste Krankenhaus oder der Rücktransport nach Hause, der leicht einen fünfstelligen Betrag kosten kann, sind im Ausland nicht versichert. Diese Gesundheitsrechnungen müssten Jugendliche aus eigener Tasche zahlen. Europaweit erstatten gesetzliche Krankenkassen die Behandlungskosten nur teilweise, und das nur in Ländern mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Außerhalb gibt es keine Erstattung der Behandlungskosten. Für eine längere Zeit im Ausland sollte man auch eine Haftpflichtversicherung abschließen.

So geht's: Für Work & Travel-Reisende, Studenten oder Au-pairs gibt es eigene Reiseversicherungen, die speziell während des gesamten Auslandsaufenthalts bei Unfällen und akuten Erkrankungen absichern. So ist auch ein Rücktransport nach Hause finanziell abgedeckt. Wichtig ist, dass nicht nur die gesamte Auslandszeit versichert ist, sondern auch evlt. Heimat-Reisen (Unterbrechung) abgedeckt sind.

Als Testsieger von Stiftung Finanztest (11/2016), kann unsere Auslandskrankenversicherung für Studenten, Au-pairs oder Backpacker um einen zusätzlichen Baustein erweitert werden, der eine Unfall-, Haftpflicht- und Unterbrechungsversicherung beinhaltet.


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