30.10.2019

Smog auf Geschäftsreisen: Business as usual oder was tun?

Neu-Delhi, Peking, Hongkong – diese asiatischen Mega-Cities sind nicht nur viel frequentierte Geschäftsreiseziele, sondern auch gefährliche Smog-Hochburgen. Gerade auf Dientsreisen kommt es darauf an, gesund und stressfrei auf den Punkt abzuliefern. Bei extrem hoher Luftverschmutzung ist das jedoch kein leichtes Unterfangen. Wie kann man sich vor Smog auf Geschäftsreisen besser schützen?

Folgen von Smog

Rund die Hälfte der meistbesuchten Geschäftsreiseziele weltweit überschreitet die Grenzwerte der WHO für saubere Luft, in einigen davon ist die Luftverschmutzung extrem. Mit gefährlichen Folgen für die Gesundheit nicht nur für die Bevölkerung sondern auch auch für Geschäftsreisende und beruflich entsandte Mitarbeiter.  Nicht nur die großen Mengen an Auto- und Heizungsabgasen sowie Industrieemissionen sind schuld an der schlechten Luft. In Singapur stieg die aktuelle Smog-Belastung im September auch durch teils illegale Waldbrände aus Indonesien stark an.

Der gefährliche Feinstaub dringt über die Atemwege tief in die Lunge und schließlich in die Blutbahn ein.  Je länger der Aufenthalt, umso mehr leidet die Gesundheit. Kinder, Schwangere und ältere Menschen sind besonders anfällig. Für Expats, die ihre Familie beim längeren Auslandsaufenthalt mitziehen möchten, also ein schwieriges Abwägen: Wie hoch ist das gesundheitliche Risiko für meine Familie?

Denn die ersten und unmittelbaren Folgen von Smog sind Übelkeit, Kopfschmerzen und Reizhusten. Im schlimmsten Fall führt die schmutzige Luft sogar zu Arteriosklerose, Lungenkrebs, Schlaganfällen oder Atemwegs- und Herzerkrankungen. Laut Studien der WHO kann eine konstante Feinstaubbelastung die Lebenserwartung eines Menschen sogar um 8,6 Monate verkürzen.

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Der richtige Schutz vor Smog

Generell gilt: Geschäftsreisende sollten sich so kurz wie möglich in den Smog-Metropolen aufhalten und die örtlichen Smog-Warnungen der Behörden verfolgen. Lokale Apps helfen dabei, den Luftqualitätsindex (AQI) zu bestimmen. Daher sind z. B. Dienstreisen nach China im Winter wenn möglich ganz zu meiden. Nach der Rückkehr von der Dienstreise sind Ruhephasen wichtig, um sich zu erholen.

Chronisch Kranke sollten sich vor einer Geschäftsreise individuell reisemedizinisch beraten lassen und die Risiken je nach Land und Diagnose abwägen. Denn bereits kurze Aufenthalte mit hoher Feinstaubbelastung reichen, um Symptome, Beschwerden oder Entzündungen bei Vorerkrankungen zu verstärken.

Zudem sind ausgiebige Aktivitäten im Freien oder gar Sport zu vermeiden, da der Staub bei Anstrengung besonders gut in die Blutbahn gelangen kann. Im Hotel ist eine Klimaanlage mit Filterfunktion unerlässlich, damit kein Feinstaub in das Zimmer dringt.

Travel Manager sollten im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht den Aspekt der Luftqualität bei der Wahl der Hotelkontingenten aufnehmen: Dazu gehören auch die regelmäßige Wartung der Klimaanlagen in den gebuchten Unterkünften und Austattung der Mitarbeiter mit Atemmasken bei extremer Luftverschmutzung. Beim Kauf einer solchen Maske ist darauf zu achten, dass die Filterfunktion der Europäischen Norm EN 148 entspricht.

Hohe Feinstaubbelastung weltweit

Wie die aktuelle Luftqualität im Ausland vor Ort ist, kann mittels des Air Polution Radars* der WHO schnell ermittelt werden.  Gerade asiatische Mega-Metropolen leiden unter hohen Feinstaubwerten, da sich dort in d. R. viele  Menschen einen vergleichsweise kleinen Raum teilen und gleichzeitig mangelndes Umweltverständnis herrscht. In Shanghai, unter den Top 10 der beliebtesten Städte, werden die gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung als besonders gefährlich eingestuft, wie auch im Mittleren Osten. Europäische Städte übersteigen zwar die Grenzwerte der Feinstaubbelastung regelmäßig, gelten im internationalen Vergleich jedoch als mäßig gefährlich.

Geschäftsreisen nach Kanada, Island, Finnland, Schweden oder in die USA sind am wenigsten betroffen, denn diese Länder gehören zu den Destinationen mit der geringsten Feinstaubbelastung.

*Quelle: BreatheLife – eine Globale Umwelt-Kampagne der WHO für saubere Luft (WHO Global Platform on Air Quality & Health)


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