20.12.2017

Fotografieren mit dem Smartphone – 10 Tipps für gelungene Bilder

Schön, dass wir unhandliche und schwere Kameras nicht mehr schleppen müssen. Smartphones bieten jede Menge Megapixel, viele Funktionen und was am Foto noch nicht optimal ist, kann mit der passenden Foto-App bearbeitet werden. 10 Tricks und Einstellungen, mit denen Sie mit Sicherheit mehr aus Ihren Handy-Fotos machen: Für einzigartige Aufnahmen nicht nur im Urlaub sondern auch beim Weihnachtsfest!

1. Sich mit dem Selfie in Szene setzen

Mehr als drei Viertel der 18- und 24-jährigen Frauen posten regelmäßig Selfies. So gelingt auch Ihnen der perfekte Schnappschuß von sich selbst:

  • Schnell abdrücken, denn ein Lächeln für die Kamera hält selten länger als drei Sekunden.
  • Damit die Haut makellos aussieht einen Filter drüberlegen – z. B. mit dem Portraitmodus der Smartphone-Kamera, der das Gesicht automatisch absoftet.
  • Angeschnittene Gesichter wirken interessanter.
  • Besser nicht von unten oder direkt frontal fotografieren, denn das Weitwinkelobjektiv in den Smartphone-Kameras macht breite Nasen und Gesichter. Fotos am besten von oben machen, das macht optisch schlanker.

2. Bei Portraits besser blitzen

Bei viel Sonne gilt – blitzen! Klingt seltsam, gerade wenn die Sonne herunter brennt. Doch wenn die Personen unter einem Baum oder im Schatten einer Mauer stehen, wird das Gesicht nicht mehr genügend ausgeleuchtet. Dann hilft der Blitz in der Kamera, trotz Sonnenlicht alles optimal auszuleuchten. Wichtig: Kamera-Automatik ausschalten und Blitz vor dem Fotografieren bewusst aktivieren. Der optimale Abstand zwischen Fotograf und Portraitierten liegt übrigens bei rund vier Metern.

3. Licht und Schatten – ein Fall für HDR

Das klassische Urlaubsproblem: Sommer und Sonne bedeuten viel Licht, aber auch viel Schatten. Wenn der Helligkeitsunterschied zwischen ganz hellen und ganz dunklen Bildbereichen zu groß wird, erkennt man im dunkleren der beiden Bereiche bald keine Details mehr. Um dies zu vermeiden, gibt es den HDR-Modus. Der macht mehrere Fotos mit verschiedenen Belichtungen nacheinander und legt die Bilder anschließend übereinander. Damit ist an jeder Bildstelle die optimale Belichtung zu sehen. HDR funktioniert aber nur, wenn das Motiv sich nicht bewegt, also zum Beispiel bei Gebäuden oder Landschaft. Alternativ hilft es, kontrastreiche Motive wie ein Schloss vor hellem Himmel zu meiden oder nur Details, also das Schloss ohne Himmel, abzulichten.

4. Fotografieren in der Dämmerung

Wenn das Licht langsam schwindet, müssen Sie versuchen, so viel wie möglich aus dem vorhandenen Licht herauszuholen. Bei Smartphones ist es ratsam dafür in den Nachtmodus zu schalten. Das bedeutet, dass die Belichtungszeit kürzer wird. Nachteil ist, dass das Foto dadurch schnell verwackeln kann. Ein Mini-Stativ und der Selbstauslöser helfen für eine gute Aufnahme.

Noch ein Tipp für Fotos mit Sonnenuntergang: Digitale Kameras erfassen nicht so viele Farben wie das menschliche Auge. Weil die Smartphone-Kamera aber weniger Farben abbilden kann, darf man bei einem Sonnenuntergang nicht so lange mit dem Knipsen warten. Machen Sie Ihr Bild am besten schon, wenn es für Ihr Auge noch recht hell ist. In der Kamera sieht das Licht bereits sehr spektakulär aus.

5. Drei Fotos sind besser als eins

Um auf Nummer sicher zu gehen, schießen Sie am besten immer gleich mehrere Fotos vom selben Motiv und sortieren später aus. Oder Sie nehmen eine automatische Bilderserie mit einem Knopfdruck auf: Der Modus nennt sich im Smartphone Rapid-Fire oder Burst-Modus.

6. Die goldene Mitte ist tabu

Fotos wirken langweilig, wenn das Motiv genau in der Mitte liegt. Machen Sie es daher wie Leonardo DaVinci: Teilen Sie Ihr Bild in drei Drittel ein und platzieren Sie das Motiv auf einer der Drittel-Linien. Eine diagonale Linie, die von schräg oben nach schräg unten verläuft (oder umgekehrt) sorgt ebenfalls für mehr Dynamik in Ihrem Bild.

7. Wahre Größe zeigen

Manchmal steht man im Urlaub vor einem imposanten Gebäude, z.B. im Hamburger Hafen vor einem Kreuzfahrtschiff – doch auf den Fotos kommt das nicht rüber. Stellen Sie besser eine Person als Größenmaßstab mit ins Bild. Dadurch machen Sie deutlich, welche Dimension das Objekt tatsächlich hat. Den Trick können Sie auch im umgekehrten Fall anwenden. Wenn das Motiv sehr klein ist, legen Sie einfach eine Münze oder eine Hand daneben, um die wahren Größenverhältnisse darzustellen.

8. Speicherersatzkarte einpacken

Speicher kostet nicht die Welt. Daher raten wir, eine Ersatzspeicherkarte in den Urlaub mitzunehmen. Damit können Sie immer ein paar Fotos mehr machen als nötig und haben eine Ersatzkarte dabei, wenn eine mal kaputt gehen sollte. Noch mehr Tipps, wie Sie Ihre Bilder im Urlaub sichern.

9. Linse reinigen

Während das Objektiv einer Digitalkamera gut vor Staub und Schmutz geschützt ist, bieten Smartphones in der Regel keinen Linsenschutz an. Ein schneller Kontrollblick, wenn Sie Ihr Handy aus der Tasche ziehen, kann also nicht schaden. Zum Säubern eignen sich weiche Tücher.

10. Hohe Auflösung einstellen

Wenn Sie Ihre Bilder nur auf Facebook oder Instagram posten, können Sie mit der Auflösung geizen. Besser werden die Aufnahmen, je mehr Bildpunkte zur Verfügung stehen.


Unsere drei Lieblingsmotive aus der Redaktion

Urlaubsidylle auf Kreta
Kreta

Der Kuchen sah auch in echt so lecker aus!Apfelkuchen

Alter Elbtunnel in HamburgTunnel

Fotografieren mit dem Smartphone:

10 Tipps für gelungene Bilder mit dem Smartphone:

1. Sich mit dem Selfie in Szene setzen

2. Bei Portraits besser blitzen

3. Licht und Schatten – ein Fall für HDR

4. Fotos mit Sonnenuntergang wenn es noch recht hell ist.

5. Drei Fotos sind besser als eins

6. Die goldene Mitte ist tabu

7. Wahre Größe zeigen

8. Speicherersatzkarte einpacken

9. Linse reinigen

10. Hohe Auflösung einstellen


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5 Kommentare zu “Fotografieren mit dem Smartphone – 10 Tipps für gelungene Bilder”
  1. Sehr cooler Beitrag vor allem HDR war mir neu.
    Vielen Dank !

  2. […] erfahren! Als neue Disziplin auf dem Gebiet der Portraitfotografie hat sich in den letzten Jahren das Selfie etabliert. Spontanität, Zufall und Intuition spielen hier eine Rolle. Das macht das Selfie […]