22.11.2015

Sicherheit beim Skifahren: Skifahrer aufgepasst!

Die ersten Schneeflocken fallen. Spüren Sie auch schon die Vorfreude, endlich wieder Ihre geliebten Berge hinabfahren zu können und das unendliche Glücksgefühl der Freiheit zu genießen? Damit der Ausflug in die Berge nicht mit einem Beinbruch endet – die wichtigsten Regeln für mehr Sicherheit beim Skifahren und jede Menge Winterspaß.

Die richtige Vorbereitung beim Skifahren

Oft wird das Können überschätzt – vor allem in den ersten Tagen. Viele Unfälle ereignen sich am späten Nachmittag. Halten Sie sich fit möglichst das ganze Jahr fit. Für Ungeübte empfiehlt es sich nach der langen Sommerpause einen Skilehrer für ein oder zwei Tage zu nehmen, um die Fahrtechnik zu verbessern.

Vorab sollten Sie sich beim Lawinenwarndienst genau informieren. Auch bei einer geringen Lawinenwarnstufe besteht ein Restrisiko. Bei Warnstufe 5 genügt schon ein Geräusch, um eine Lawine auszulösen. Warme, funktionale Kleidung, ein guter Helm und eine Skibrille gehören zur Standardausrüstung für Ski- und Snowboardfahrer. Damit sind Sie bestens gerüstet, falls das Wetter plötzlich umschlägt. Lassen Sie Ihre Skiausrüstung im Fachgeschäft kontrollieren. Ski, Schuhe und Bindung müssen den neuesten Sicherheitsstandards entsprechen. Das gilt auch für Ihre Kinder – achten Sie auf deren warme Kleidung, eine gute Ausrüstung und ausreichend Pausen.

Wenn Sie Touren gehen oder abseits der Piste fahren, sollten Sie unbedingt einen Piepser, Schaufel, Lawinensonde und Ihr Handy mitnehmen.

Unfälle beim Skifahren vermeiden

Auf der Skipiste gibt es Regeln wie im Straßenverkehr. Beachten Sie auch die Beschilderung und schauen Sie beim Einfahren auf die neue Piste, wer Vorfahrt hat. Es passiert immer wieder, dass Ski- und Snowboardfahrer ihr eigenes Können überschätzen. Deshalb sollten Sie die Geschwindigkeit und Fahrweise unbedingt dem eigenen Können und der Umgebung anpassen. Gerade in den ersten Urlaubstagen sollte man es nicht übertreiben und nach längeren Abfahrten kleine Erholungspausen einzulegen. Denn Ermüdung ist mit der Hauptgrund für Verletzungen!  Und auch wenn es noch so lustig auf der Hütte zugeht, Alkohol gehört nicht auf die Piste, sondern zum Après-Ski.

Vielfalt auf den Pisten – die richtige Abfahrt aussuchen

Schauen Sie am besten noch im Tal auf den Pistenplan, um zu entscheiden, welche Route Ihrem Können entspricht. Die Abfahrten werden laufend kontrolliert, präpariert und vor Lawinen gesichert. Achten Sie auch bewusst auf die Natur um und fahren Sie nur in markiertem Gelände.

  • Blaue Pisten: Sie sind flach und dürfen maximal 25 Prozent Längs- und Quergefälle haben. Auf den nicht steilen, kinder-, familien- und anfängerfreundlichen Hängen finden sich große und kleine Wintersportler schnell zurecht. Sie sind perfekt für all diejenigen, die das erste Mal auf einem Brett oder zwei Ski stehen, noch an ihrer Fahrtechnik feilen und nicht ganz so schnell unterwegs sein möchten.
  • Rote Pisten: Mit einem Längs- und Quergefälle von bis zu 40 Prozent sind rote Pisten vor allem für temporeichere Abfahrten und gute Skifahrer geeignet, die ihre Geschwindigkeit im richtigen Moment mühelos drosseln können. Wintersportler, die sich an eine solche Abfahrt heranwagen, sollten sich klar darüber sein, dass diese Strecken deutlich mehr Kraft und Können abverlangen.
  • Schwarze Piste: Die Hänge sind deutlich steiler, die eine oder andere Buckelpiste lässt das Adrenalin ebenfalls in die Höhe schnellen. Diese sollten nur von sehr guten Skifahrern befahren werden.

Erste Hilfe auf der Skipiste – so gehen Sie vor

Halten Sie bei Herzschmerzen, Schwindel, Atemnot und anderen Beschwerden an und suchen Sie so Hilfe. Sollte ein Unfall auf der Skipiste passieren, sind Sie per Gesetz verpflichtet zu helfen. Oft kommt es zu Verletzungen am Knie, Kopf und an der Wirbelsäule sowie zu Arm- und Beinbrüchen.

  1. Sichern Sie die Unfallstelle mit zwei gekreuzten Skiern und zusätzlichen Personen ab, ca. 5 m über der Unfallstelle vor einer Kuppe oder Mulde
  2. Falls nötig Bergung des Verletzten aus der Gefahrenzone (Lawinengefahr, Steinschlag)
  3. Falls nötig lebensrettende Sofortmaßnahmen
  4. Rufen Sie die Bergwacht oder die Rettung an (Europa 112, Österreich 140, Schweiz 144, Südtirol 118) oder die lokale Rettung/Bergwacht (Telefonnummer auf Pistenplan oder an der Talstation)

Wer zahlt bei Bergung oder Unfall auf der Skipiste?

Auch beim kurzen Winterurlaub oder einen Tagesausflug zum Skifahren ist eine gute Auslandskrankenversicherung der Retter in der Not. Denn die Kosten für eine Bergung oder einen Krankenrücktransport übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht. Und das kann selbst bei einem kleinem Unfall auf der Piste schnell teuer werden. Die Kosten für den Abtransport mit dem Helikopter liegen bei ca. 90,- € pro Minute, d.h. für eine halbe Stunde sind es 2.700,- €.

Schließen Sie am besten eine Jahreskrankenversicherung ab, bereits p.P. ab € 11,50 und für die Familie ab € 21,00!


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3 Kommentare zu “Sicherheit beim Skifahren: Skifahrer aufgepasst!”
  1. Doris Berger

    Hallo und vielen Dank für den informativen Artikel. Die richtige Vorbereitung beim Wintersport ist sehr wichtig. Auf der Skipiste können schnell Unfälle passieren. Jeder sollte zu diesem Thema die Regeln kennen und achtsam sein. VG Doris

  2. ChrisW

    Ich wünschte, dass ich diesen Artikel früher zu Gesicht bekommen hätte. Ich war Mal mit ein paar Freunden spontan auf einem Skiurlaub und die versicherten mir, dass nichts passieren könne, da sie Erfahrung hätte und auf mich aufpassen könnten und mir alles nötige zum Skifahren beibringen würden. Naja long story-short. Die waren schon vorher auf einer Skischule und konnten vieles gut, gute Lehrer waren sie nicht und ich habe mich verletzt und wusste nicht wie ich anschließend vorgehen sollte. Diesen Artikel von Ihnen kann ich nur weiter empfehlen!