01.12.2020

Schneeschuhwandern – schon probiert? So planst du die perfekte Tour!

Verschneite Winterlandschaften, herrliche Ruhe und Natur pur – Schneeschuhwandern hat viel zu bieten und ist gesund. Besonders toll ist, dass Schneeschuhwandern spontan, mit wenig Aufwand und von allen Altersgruppen betrieben werden kann. Also in die Pfannen und losgestapft! Wir zeigen wie es geht!

Die richtigen Schneeschuhe kaufen

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für die erste Wanderung im Schnee: der Schneeschuh. Durch ihre spezielle Konstruktion verhindern Schneeschuhe, dass du tief im Schnee einsinkst. Denn sie verteilen das Körpergewicht auf eine größere Fläche. Um festzustellen, ob dir Schneeschuhwandern gefällt, solltest du dir Schneeschuhe zunächst einmal auszuleihen (z.B. bei den Regionalsektionen des Alpenvereins oder in den Wintersportgebieten direkt). Es hat dir Spaß gemacht und du möchtest dir eigene Schneeschuhe besorgen? Dann lasse dich beim Kauf von einem Fachmann beraten, um das passende Modell zu finden. Man unterscheidet die Modelle „Originals“, „Classics“ und „Moderns“.

  • Originals haben eine sehr große Auftrittsfläche und eigenen sich für flache, tief verschneite Gebiete.
  • Classics sind gut für Genusswanderer in mäßig steilem Gelände geeignet.
  • Moderns sind für den sportlichen (Hoch-)Alpin-Einsatz gedacht, ideal bei hartem Schnee und Firn. Im tiefen und Pulverschnee sinkt man damit stärker ein, da sie eine kleinere Auftrittsfläche haben.

Die Größe der Schneeschuhe richtet sich neben dem Verwendungszweck nach dem Körpergewicht des Trägers (inkl. Rucksack) und der Schrittlänge. Besondere Schuhe (wie beim Skifahren) brauchst du für die gängigen Schneeschuhe nicht. Am besten eignen sich wasserfeste Wanderstiefel mit einer guten Profilsohle, genauso wie Plastikschalen-Bergschuhe. Achte bei der Bindung darauf, dass du sie auch mit Handschuhen bzw. wenn sie vereist ist, leicht bedienen kannst.

schneeschuhe

Schneeschuhe für Wandern im Schnee

Die richtige Ausrüstung für Schneeschuhwandern – was gehört noch rein?

  • Teleskop- oder Skistöcke (wichtig sind breite Schneeteller)
  • Gamaschen (damit der Schnee nicht in die Schuhe eindringt)
  • Warme, wasserdichte und atmungsaktive Kleidung (am besten im „Zwiebel-Prinzip“)
  • Handschuhe und Mütze
  • Sonnen- oder Skibrille
  • Sonnencreme
  • Rucksack mit einem warmen Getränk, Energieriegel und evtl. Kleidung zum Wechseln
  • Detaillierte Karte des Gebiets
  • Handy (um im Notfall Hilfe rufen zu können)
  • Je nach Route: Lawinenschaufel und –sonde

Welche Wanderroute passt zu mir?

Je nach Kondition kannst du zwischen Winterwandern (in leichtem, mäßig steilem Gelände), Winterbergsteigen (in anspruchsvollem Gelände mit Gipfelziel) oder Schneeschuhtrekking (steiles Gelände mit extremen Bedingungen) wählen.

Neben der Wahl der Route nach Kondition solltest du dir für eine alpine Route über die Lawinen- und Wetterverhältnisse informieren. Plane wie bei jeder Bergwanderung und Skitour Zeit für Ruhepausen ein und sichte vorab in welche Hütte du einkehren möchtest und ob sie geöffnet ist. Außerdem solltest du wissen, wo die nächsten Gondeln und Lifte stehen, falls du die Tour abbrechen möchtest. Beachte auch, dass es im Winter früher dunkel wird.

Fast alle Wintersportregionen bieten mittlerweile gut präparierte Winterwanderwege sowie markierte Schneeschuhwege und eröffnen so viele Möglichkeiten, verschneite Winterlandschaften zu entdecken. Mehr Informationen dazu findest du z.B. beim Deutschen Alpenverein.

Ein ganz wichtiger Punkt ist der Schutz der Natur. In Waldgebieten sollte man die Wander- und Schneeschuhwege nicht verlassen, um die Lebensräume der Wildtiere nicht zu stören. Der Deutsche Alpenverein hat dazu extra „Naturverträgliche Skitouren/Wintertouren“ ausgezeichnet. Kein Lärm und Müll verstehen sich von selbst.


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Ein Kommentar zu “Schneeschuhwandern – schon probiert? So planst du die perfekte Tour!”
  1. Schneeschuhwandern ist eine super Alternative zum Ski- oder Snowboardfahren. Das tolle ist, dass man dafür keine weiteren Vorkenntnisse benötigt und theoretisch direkt losstapfen kann. Nach relativ kurzer Zeit hat man den Dreh raus und möchte eigenlich gar nicht mehr aufhöhren (vorausgesetzt, man hat vernünftige Schneeschuhe an den Füßen)

    Grüße Reiner