24.07.2019

Feuer im Wald – Verhaltenstipps im Notfall

Große Feuer in Sardinien, Südfrankreich und Kroatien – 2019 machen Waldbrände in ganz Europa Schlagzeilen. Auch deutsche Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern sind stark betroffen. Doch wie soll man sich verhalten, wenn plötzlich Feuer im Wald ausbricht? Wichtige Notfall-Tipps bei Waldbrand von unserer Reiseexpertin Birgit Dreyer:

So vermeidest du Waldbrände

In den Sommermonaten steigt die Waldbrandgefahr durch hohe Temperaturen und langer Trockenheit enorm. Auch hierzulande. Zwar können Waldbrände naturbedingt sein, wenn etwa ein Blitz einschlägt, jedoch sind Brände oft von Menschen verursacht. Beachte daher folgende Regeln, um das Waldbrand-Risiko zu senken:

  • Nicht rauchen. Von März bis Oktober gilt in allen deutschen Wäldern Rauchverbot.
  • Keine Glasflaschen, Blechdosen oder Folien zurücklassen. Diese können wie Brenngläser wirken und trockenes Geäst und Gras entzünden.
  • Grillen nur wo es erlaubt ist. Grill- und Lagerfeuer sind nur an gekennzeichneten Feuerstellen erlaubt.
  • Parken nur auf offiziellen Parkplätzen. Auto- und Motorradfahrer sollten ihre Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen nie an Waldwegen oder Feldern parken, sondern nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abstellen.

Was tun bei Feuer im Wald oder in den Bergen?

Wie du dich bei Feuer im Wald richtig verhältst, erklärt dir Birgit Dreyer, die Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung, im Video.

Das Wichtigste bei Waldbrand:

  • Quer zum Wind aus der Gefahrenzone flüchten
  • Augen vor Funken schützen
  • Kopf und Mund mit feuchtem Tuch vor Rauch schützen; wenn vorhanden mit Rettungsdecke zusätzlich schützen
  • Quer zum Hang flüchten

Wie gefährdet ist Deutschland?

Mit bundesweit mehr als 1.700 Fällen kam es 2018 häufiger zu Waldbränden als im Vorjahr. So wüteten laut Daten der Bundesregierung beispielsweise in Brandenburg insgesamt 512 Feuer im Wald. Durch Hitzewellen und rückläufige Niederschläge gehen Experten auch für das kommende Jahrzehnt von einer steigenden Waldbrandgefahr in Deutschland aus.

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Wie funktioniert ein Frühwarnsystem?

In Waldregionen, die weniger brandgefährdet sind, kommen bei akuter Gefahr Überwachungsflüge zum Einsatz. Gegenden mit hohem Waldbrand-Risiko wie Brandenburg werden dauerhaft überwacht – und zwar mit Kameras auf installierten Kontrolltürmen. Diese können innerhalb von 4 Minuten ein Gebiet von 700 Quadratkilometer scannen und an die Forstbetriebe melden.


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