27.02.2019

Tauchen – wichtige Gesundheitstipps

Schnorcheln und Tauchen machen Spaß, vor allem im Urlaub am Meer. Während es beim Schnorcheln eher wenig zu beachten gibt, sollte man sich auf einen Tauchurlaub sorgfältig vorbereiten. Und zwar bereits zu Hause.

Nicht vergessen: Tauchtauglichkeitsuntersuchung

Die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) empfiehlt in bestimmten Abständen medizinische Kontrollen der körperlichen Fitness. Die sogenannte Tauchtauglichkeitsuntersuchung sollte im Alter zwischen 18 und 39 Jahren alle 3 Jahre erfolgen, bei Kindern unter 18 Jahren bzw. Personen ab 40 Jahren sogar jährlich. Zu der Untersuchung gehören die Aufnahme der Krankengeschichte, eine allgemeine körperliche Untersuchung, ein Lungenfunktionstest und die Aufnahme eines Ruhe-EKGs. Ab dem 40. Lebensjahr werden zusätzlich ein Belastungs-EKG und eine Ergometrie durchgeführt. Wenn alles passt und die körperliche Fitness stimmt, bescheinigt der Arzt die Tauchtauglichkeit.

Wer darf nicht tauchen?

Kinder unter 8 Jahren und Schwangere dürfen grundsätzlich nicht Gerätetauchen. Auch bei einigen Vorerkrankungen wird vom Tauchen abgeraten. Zum Beispiel bei unkontrolliertem Asthma, bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Epilepsie. Gleiches gilt wenn Medikamente eingenommen werden, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen oder schläfrig machen. Dazu zählen beispielsweise einige Antihistaminika, Antiemetika oder das Malariamittel Mefloquin.

Eine obere Altersgrenze für das Tauchen gibt es nicht. Allerdings sollten Tauchgänge im höheren Alter körperlich nicht allzu anstrengend sein und eher kurz gehalten werden.

Tauchen

Tauchbedingte Gesundheitsrisiken

Unter Wasser steigt der Umgebungsdruck pro 10 m Tiefe um 1 bar an. In luftgefüllten Hohlräumen des Körpers (z.B. Nasennebenhöhlen oder Innenohr) entsteht hierdurch ein relativer Unterdruck. Deshalb ist es wichtig regelmäßig einen Druckausgleich durchzuführen, damit es nicht zu Einblutungen in die Hohlräume kommt. Zu den typischen Tauchunfällen in der Auftauchphase zählen eine Überdehnung der Lunge und die sogenannte Dekompressions-krankheit. Ersteres tritt auf, wenn das Atemgas, das sich während des Auftauchens ausdehnt, nicht ausreichend abgeatmet wird. Die Dekompressionskrankheit ist, vereinfacht gesagt, die Folge von im Körper ausperlendem Inertgas (in der Regel Stickstoff). Das heißt im Gewebe oder Blut bilden sich kleine Gasbläschen.
Wie lässt sich das Risiko minimieren? Durch bewusstes Ausatmen während des Auftauchvorganges und einen genügend langsamen Aufstieg. Maximal 10 m/min, die letzten 10 m noch langsamer. Außerdem sollte man einen „Sicherheitsstopp“ für 3 Minuten in 3 – 5 m Tiefe einlegen.

Aus der Tiefe in die Luft?

Zwischen einem Tauchgang und dem Antritt eines Fluges sollte ein zeitlicher Sicherheitsabstand liegen. Bei einem Einzeltauchgang beträgt dieser 12 Stunden, bei Mehrfach-Tauchgängen über einige Tage hinweg 36 – 48 Stunden.

Weitere Infos zum Thema Tauchen, zum Beispiel die wichtigsten Tauchregeln, finden Sie hier.


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