11.12.2018

Hippies oder Wolkenkratzer? Janina und Max testen USA-Metropolen

Städtetrips mit Kindern sind laut, teuer, anstrengend – und auch wunderschön. Janina und Sohn Max vergleichen diesmal für uns San Francisco und New York. Menschen, Museen, Kulinarik – unterschiedlicher könnten die Metropolen nicht sein. West- oder Ostküste? Das ist die Frage…

Home is where your heart is…

In San Francisco kommen wir bei einem Freund unter. Mitten in North Beach. Kostenlos und mit Familienanschluss, besser geht’s natürlich nicht. Tagsüber sind die wichtigsten Geschäfte direkt um die Ecke, nachts ist es angenehm ruhig. Kein Straßenlärm, keine brüllenden Nachbarn und selbst die Polizeisirenen bekommen wir nur aus der Ferne mit.
In New York mieten wir ein Zimmer über Airbnb. Für die Verhältnisse vor Ort sogar ziemlich günstig und am Ende ein richtiger Glücksgriff. Die Vermieter sind im Urlaub und wir haben ihre Wohnung für uns alleine. Wir sind frei und wild und genießen unsere Zweisamkeit. Brooklyn ist ziemlich hip und natürlich auch ziemlich belebt. Nachts geht die Post ab und auch tagsüber gehören viele Geräusche zum normalen Leben. Am Ende gewöhnen wir uns selbst an das dauerhafte Surren der Klimaanlagen, und genießen die multi-kulti Umgebung. Besser oder schlechter? Gibt es hier für uns eigentlich nicht.

San Francisco mit Kinder San Francisco mit Kinder
San Francisco mit Kindern San Francisco mit Kindern
San Francisco mit Kindern San Francisco mit Kindern
San Francisco mit Kindern San Francisco mit Kindern
San Francisco mit Kindern San Francisco mit Kindern

Subway, Fähren und am liebsten zu Fuß

Gleich am ersten Tag besorgen wir uns in New York eine Wochenkarte für die Subway, denn ohne die geht hier nichts. Brooklyn bietet schon Einiges, aber den Rest von New York wollen wir auch erleben. Das geht am besten mit Bus und Bahn. Die fahren regelmäßig, schnell und teilweise sogar rund um die Uhr. Die anderen Mitreisenden sind relaxed, nett und immer hilfsbereit. San Francisco ist da eindeutig Fußgänger freundlicher: Wir nehmen nur selten den Bus, laufen lieber zu Fuß. Denn unterwegs gibt es immer etwas zu entdecken. Die interessanten Ecken liegen nicht weit von North Beach entfernt und sind ohne jegliches Fortbewegungsmittel zu erreichen. Obwohl wir es in New York nie wirklich mit langen Wartezeiten oder nervigen Langstrecken zu tun haben, gefällt mir die Nähe in San Francisco insgesamt doch besser. Denn im Vergleich dazu liegt das Minimum an Fahrzeit im Big Apple nie unter einer guten halben Stunde.

Kultur in Cool

In beiden Städten kommen Max und ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, denn die Menschen, die hier leben sind unterschiedlich, bunt und ganz schön schrill. Egal ob Chinesen, Italiener, Juden oder Schwarze; Kulturen leben hier beieinander. In San Francisco will Max immer wieder nach Chinatown zurück. Die Menschen, das Gewusel, die roten Lampions – all das fasziniert ihn hier. In New York ist er von den ultra orthodoxen Juden beeindruckt. Von den Jungen mit ihren eingedrehten Löckchen unter der Kippa und den Frauen mit den adrett frisierten Perücken. Doch auch im schwarzen Teil von Brooklyn findet er spannende Menschen zum Beobachten, und freut sich, wenn ihn unsere Nachbarn mit „Bro“ ansprechen.

Museen in den Metropolen

Museen gibt es natürlich in beiden Städten ganz nach Geschmack. Doch das „Museum of Natural History“ in New York steht bei Max ganz weit oben auf der Liste. Ungefähr so hoch wie die Dinosaurier, die hier aus Ausgrabungen wieder zusammengesetzt wurden. Passend dazu gucken wir am Abend auch den dazugehörigen Film und erkennen viele Dinge auf Anhieb wieder. Der Central Park, in dem das Museum liegt, wird einer unserer Lieblingsplätze in New York. Endlich ein bisschen Natur, endlich auch wieder ein super Platz zum Skaten. Was Kultur angeht punktet New York eindeutig, obwohl es natürlich auch in San Francisco tolle Museen und Attraktionen wie das Alcatraz Gefängnis gibt.

Stäbchen, Pizza und Brötchen mit Löchern

Einmal am Tag muss es sein. Einmal am Tag müssen wir in San Francisco nach Chinatown, um etwas zu essen. Egal, ob ein paar Frühlingsrollen für zwischendurch oder einen typischen „Hot Pot“ am Abend. Max zieht das chinesische Essen sogar Pizza und Pasta vor, und auch ich mag die asiatische Variante ziemlich gerne. Außerdem ist es meistens noch günstig und eigentlich immer lecker.

Der Bagel mit veganem Frischkäse ist in New York hingegen das einzige Essen, das wir außerhalb unserer eigenen Wände verspeisen. Denn die Preise bleiben mir beim Essen fast im Hals stecken, und da wir eine eigene Küche haben, schwinge ich lieber selber den Kochlöffel. Die Auswahl an Restaurants und Cafés ist natürlich in beiden Städten riesengroß und gerade in New York dem regulären Trend voraus. Wir schmieren uns am Morgen trotzdem lieber Brote und machen unterwegs ein kleines Picknick. Gegen den Strom ist auch ziemlich trendy.

Was denn nun? New York oder San Francisco?

Für Max sind es die Wolkenkratzer, für mich die Hippies: Doch egal, ob San Francisco oder New York, beide Städte sind absolute Highlights. Denn sie könnten nicht unterschiedlicher sein. West- oder Ostküste? New York oder San Francisco mit Kindern? Beides natürlich, lautet die Antwort…


Bärtimussmit Bloggerin Janina und ihr Sohn Max bereisen die Welt. Mehr von ihren Abenteuern erfahren Sie hier.


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