06.11.2019

Roadtrip durch Rumänien – Geheimtipps für eine spannende Entdeckungstour

Rumänien… noch ein richtiger Geheimtipp! Denn es hat in Sachen Natur, Kulinarik und Kultur viel zu bieten. „Ob Schlösser in Transsylvanien oder zauberhafte Städtchen – mit einem Auto kann man das Land perfekt erkunden“, findet Bloggerin Michaela. Mit ihren praktischen Tipps wird auch deine Reise nach Rumänien zu einem spannenden Roadtrip.

Anreise nach Rumänien

Von Deutschland aus gibt es Direktflüge, die dich bereits in etwa 2-3 Stunden nach Rumänien bringen. Beispielsweise fliegt die rumänische Airline Blue Air von verschiedenen deutschen Städten nach Hermannstadt (Sibiu), Bukarest oder Iasi. Mit einer Direktverbindung kannst du Zeit und CO2 Emissionen sparen. Wer sich nicht vor einer längeren Autofahrt scheut, kann auch über den Landweg einreisen. Von Deutschland aus empfiehlt sich dann ein Zwischenstopp auf halber Strecke. Auch Busse fahren dich nach Rumänien, benötigen jedoch je nach Ziel mehr als 22 Stunden reine Fahrtzeit.

Einreise und Sicherheit 

Für die Einreise nach Rumänien benötigst du kein Visum, es genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Auch spezielle Impfungen sind nicht notwendig. Deshalb steht einer spontanen Reise nichts im Weg!
Rumänien ist grundsätzlich kein gefährliches Land. Trotzdem ist es ratsam, sich über die aktuelle Situation im Land zu informieren. Einige Städte warnen z. B. vor Taschendiebstahl. Auch im Auto solltest du keine Wertgegenstände sichtbar liegen lassen.

Reiseroute Rumänien: Roadtrip durch Transsylvanien / Siebenbürgen

Wer mit dem Auto nach Rumänien fährt, wird sicherlich die schönen Städte im Westen des Landes besuchen. Wer nach Bukarest fliegt, kann zwei Tage einplanen um die Hauptstadt zu erkunden. Ich bin in die quirlige Studentenstadt Iasi geflogen und von dort aus durch Moldau und Siebenbürgen gefahren.

In den Städten Kronstadt (Brasov) und Hermannstadt (Sibiu) lohnen sich mehrere Tage Aufenthalt. Rund um diese Orte habe ich zudem Wanderungen, Besichtigungen von Kirchenburgen und Aufenthalte auf dem Land geplant. Zahlreiche Dörfer sind noch sehr ursprünglich und locken mit bunten Häuserreihen. Besonders empfehlenswert sind beispielsweise Rasinari, Malnacrav oder Viscri.

Tipp: Die Transfagarasan Hochstraße ist eine der schönsten Panoramastraßen der Welt! Ausflugsziele wie der Balea See kannst du mit dem Auto erreichen, auch mehrtägige Wanderungen in den Bergen sind von hier aus möglich.

Aussicht Balea See Rumänien
Aussicht auf den Balea See

Highlights in Rumänien abseits der Touristenströme

Abraten würde ich von überlaufenen Attraktionen wie dem „Dracula“-Schloss Bran. Vor allem in der Hochsaison wimmelt es dort bereits kurz nach Einlass von Busgruppen. Besser besichtigt man eine der zahlreichen Kirchenburgen oder anderen Schlösser in Transsylvanien (Siebenbürgen).

Auch in der zauberhaften Altstadt von Schäßburg (Sighisoara) stauen sich ab etwa 10 Uhr die Touristen. Besser ist es, die bunten Gassen und Aussichtspunkte früh morgens zu besuchen. Von 7 Uhr bis 9.30 Uhr hast du die Altstadt innerhalb der Festungsmauern praktisch für dich! Übrigens sind Autos dort nicht erlaubt und müssen in der Unterstadt auf Parkplätzen abgestellt werden. Die Altstadt ist außerdem komplett mit einem sehr alten Kopfsteinpflaster ausgelegt und der Aufstieg teilweise nur über Stufen möglich, weshalb ich Menschen mit Kinderwägen oder Rollstühlen den Besuch nicht empfehle.

Bauerndorf Rasinari in Rumänien
Häuser im Bauerndorf Rasinari in Rumänien

Welcher Mietwagen ist der richtige?

Die Straßen in Rumänien sind inzwischen gut ausgebaut. Dennoch gibt es auf Schnellstraßen immer
wieder tiefe Schlaglöcher oder scharfe Seitenkanten am Fahrbahnrand. Und in einige Dörfer führen nur Schotterpisten. Ich persönlich habe einen Mini SUV gewählt. Denn er ist sehr sparsam im Verbrauch, hat ein integriertes Navigationssystem und liegt etwas höher. So setzt du nicht gleich mit dem Unterboden auf, solltest du das eine oder andere Schlagloch übersehen.

Transfagarasan Hochstraße in Rumänien
Mit dem Mietauto auf der beeindruckenden Transfagarasan Hochstraße in Rumänien fahren

Vignette und Auto-Versicherung

In Rumänien gibt es eine Vignette, die Rovinieta. Bei Mietautos ist sie meist schon elektronisch mit dem Nummernschild verknüpft und muss nicht extra erworben werden. Reist du mit dem eigenen Auto an, vergiss nicht, dir eine zu besorgen, da sie auf den meisten Straßen Pflicht ist. Für eine Woche kostet sie etwa drei Euro und für 30 Tage ca. sieben Euro.

Worauf du außerdem nicht verzichten solltest: eine gute Versicherung für den Mietwagen.  Nicht nur platte
Reifen oder Steinschlag können sonst zum Problem werden. Einige Autofahrer in Rumänien setzen sogar in Kurven zu riskanten Überholmanövern an. Es empfiehlt sich deshalb, vorausschauend und defensiv zu fahren. Sollte dennoch ein Unfall passieren, muss man mit der entsprechenden Versicherung nicht für die horrenden Kosten der Reparatur aufkommen. Auch ein Ersatzfahrzeug wird im Zweifelsfall gestellt.

Budget: Kosten in Rumänien

Rumänien ist vergleichsweise günstig: Ein Doppelzimmer in Hotel oder Pension gibt es je nach Lage schon ab 35 Euro. In größeren Städten kannst du auch Appartements mieten, die bei etwa 50-60 Euro pro Nacht liegen. Doch es gibt auch deutlich günstigere Optionen wie Mehrbettzimmer in Hostels, die bereits für 10 Euro pro Nacht zu haben sind. Ein Abendessen für zwei Personen mit Getränken bekommt man für etwa 20 Euro. Selbst in gehobeneren Lokalen zahlt man selten mehr als 30 Euro.

Tipp: Für das Frühstück einfach eine Bäckerei aufsuchen, die leckeres Gebäck wie Kirschtaschen oder Nusshörnchen unter einem Euro anbieten!

Rumänien ist ein abwechslungsreiches Land, das sich mit dem Auto gut bereisen lässt. Vor schlechten Straßen muss man hier keine Angst haben. So kannst du hübsche Dörfer, Wanderwege und Burgen abseits der Städte am besten entdecken.


Hast du Lust auf einen Roadtrip durch Südfrankreich? Zusammen mit Michaela von transglobalpanparty.com haben wir für dich die besten Etappen in Südfrankreich zusammengefasst.


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