27.07.2017

Der gefährlichste Wanderweg der Welt – oder etwa nicht?

Er ist nicht nur einer der bekanntesten Klettersteige und eine beliebte Touristenattraktion, er sorgt auch immer wieder für Schlagzeilen und Diskussionen im Netz: Die Rede ist vom gefährlichsten Wanderweg der Welt auf den Mount Huashan.

Der heilige Berg Huashan

Der Huashan ist der höchste der fünf heiligen Berge Chinas und befindet sich etwa zwei Autostunden von der Millionen-Metropole Xi’an entfernt. Bei Einheimischen wie Touristen ist der Berg ein äußerst beliebtes Ausflugsziel. Wer den heiligen Berg erklimmen will, muss ein Eintrittsgeld von umgerechnet etwa 25 Euro bezahlen. Wer sich für die bequemere Variante mit der Seilbahn entscheidet, muss dafür lange Wartezeiten von mehreren Stunden in Kauf nehmen und zahlt sogar den Dreifachen Eintrittspreis.

Vier Stunden auf Beton

Zu Fuß dauert der Fußmarsch über betonierte und gut gepflegte Wanderwege bis zum Nordgipfel rund drei bis vier Stunden. Dort begegnet den fleißigen Bergsteigern sicherlich der ein oder andere Lastenträger, der zu Fuß die vielen Raststationen auf der Strecke mit Waren versorgt! Und auch die spektakulären Aussichten lassen die Anstrengungen des Weges fast vergessen.

Wanderweg am Mount Huashan

Über dem Abgrund – auf der Treppe zum Himmel

Auf der letzten Etappe gelangen die sportlichen Wanderer an den eigentlichen „Horror-Pfad“, wie er auf Reiseportalen gern beschrieben wird. Mit einem geliehenen Klettersteig-Set ausgestattet, balancieren Mutige auf dem sogenannten „Himmelholzsteg“ um den 2100 Meter hohen Südgipfel des Huashan. Dabei geht es auf Trittstufen, die in den nahezu senkrechten Felsen gehauen wurden, entlang der Steilwand über 30 Zentimeter breite Bretter in schwindelerregende Höhen.

Mount Huashan

Mount Huashan – gefährlich oder nicht?

Wie gefährlich der Klettersteig nun wirklich ist, darüber scheiden sich die Geister. Einige Quellen kritisieren, die spektakulären Berichte über den vermeintlich gefährlichsten Wanderweg der Welt seinen übertrieben, um viele Leser zu generieren. Verlässliche Angaben von Todesfällen gibt es bisher nicht, es kursieren jedoch Gerüchte, dass es rund einhundert im Jahr seien. Andere behaupten, diese Zahlen stammen aus den Jahren, bevor die Sicherungsmaßnahmen eingeführt wurden. In einer Sache sind sich aber alle einig: Die Aussicht ist äußerst beeindruckend und wirklich nur Etwas für schwindelfreie Sportler!


Teile mit uns deine Erfahrungen.

* Pflichtfelder