20.05.2019

Roaming auf Reisen: So telefonierst und surfst du günstig!

Ob beim Relaxen am Südseestrand oder beim Wandern im Gebirge – das Smartphone ist immer dabei, denn Nachrichten checken oder im Netz recherchieren will man inzwischen überall. Und wie sieht es mit den Roaming-Gebühren auf Reisen aus? So telefonierst und surfst du im Urlaub günstig.

Seit 2017: keine Roaming-Gebühren mehr innerhalb der EU

Seit Juni 2017 telefonierst und surfst du auf Reisen in allen 28 EU-Staaten sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein zum Heim-Tarif. Das gilt für alle Verbindungen auf Reisen sowie aus dem Urlaubsland nach Hause (je nach Vertrag ist ggf. eine Aktivierung dafür notwendig). Aber aufgepasst: Hält man sich länger im Ausland auf, muss man auch künftig mit Extra-Kosten rechnen. Verbraucherschützer raten, in diesen Fällen die Gebühren vorher zu prüfen. So auch Kreuzfahrt-Reisende:  Denn das Mobilfunknetz der Schiffe ist mit einem teuren Satellitennetz verbunden und kostet ohne ein extra Daten- und Telefonpaket der Kreuzfahrtanbieter meist mehr.

Seit 15. Mai 2019: Telefonieren ins EU-Ausland von daheim billiger

Im zweiten Schritt wurde nun auch die Kostenfalle für Gespräche aus dem Heimatland ins EU-Ausland geregelt – denn seit 15. Mai 2019 gelten hierfür Preisobergrenzen. Egal ob Handy oder Festnetz – künftig dürfen Gesprächsminuten innerhalb der EU maximal 19 Cent kosten (mit Mwst. 23 Cent in Deutschland), eine SMS höchstens 6 Cent (mit Mwst. 7 Cent in Deutschland). Flatrates statt Einzelabrechnung werden sich künftig nach wie vor lohnen. Wer schon eine Flatrate für Auslandsgespräche im Vertrag hat, sollte diese jedoch schnell prüfen.

Telefonieren und Surfen im Urlaub

In Urlaubsländern außerhalb der EU wie der Schweiz, Türkei, Ägypten oder Thailand kann das Telefonieren und Surfen auch weiterhin teuer werden. Wer sich nicht sicher ist, wie hoch die Gebühren sind, sollte besser die Roaming-Funktion im Urlaub ausschalten. So verhindert man auch automatische Updates oder das Abrufen der E-Mails. Da viele Apps auch offline funktionieren, lohnt es sich Reiseführer oder Kartenmaterial bereits zu Hause auf das Smartphone zu laden. Die meisten Hotels oder Restaurants bieten kostenlose WLAN-Hotspots.  So machst du auch dein Handy urlaubsfit!

Praktisch sind auch spezielle Auslandstarife oder Urlaubspakete der Provider, die du einfach individuell zubuchen kannst. Manchmal auch nur tage- oder wochenweise oder nur für bestimmte Länder. Auch beim Veranstalter kann man fündig werden – z. B. mit Surf-Sticks für beliebte Urlaubsländer mit Startguthaben.

Ausländische SIM-Karte – lohnt sich das?

Wer länger im Ausland bleiben möchte oder außerhalb der EU reist, kann sich eine ausländische SIM-Karte für das Urlaubsland anschaffen. Diese lohnt sich preislich meist mehr als SIM-Karten für mehrere Länder (sog. World-Sims). Überlege dir, wie lange du bleiben möchtest, wie viel du im Schnitt surfst und buche die entsprechende Menge. Im Laden musst du nur deinen Personalausweis oder Pass vorzeigen, weitere Hürden gibt es nicht – von eventuellen Sprachbarrieren mal abgesehen.
Noch einfacher geht es vor der Reise, wenn du dir deine SIM-Karte über einen Online-Händler (z. B. Holidayphone , TravSIM oder simplystore) nach deinen Wünschen konfigurieren und bequem nach Hause schicken lässt.


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