03.09.2019

Mit E-Scootern neue Städte entdecken – Verkehrsregeln, Versicherung und Kosten

Sightseeing-Busfahrt war gestern! Praktisch und mit jeder Menge Spaß erobern Touristen wie auch Geschäftsleute weltweit die Städte auf E-Scootern. Denkst auch du darüber nach? Dann mache dich vorher schlau, was Verkehrsregeln, Versicherung und Kosten im Ausland betrifft.

Vorsicht: andere Städte – andere Regeln

Für E-Scooter gelten generell die im Land herrschenden Verkehrsvorschriften. Vor allem in verkehrsreichen Metropolen gibt es aber zusätzliche Verhaltensregeln.

  • Paris: In Paris sind (wie auch in vielen anderen französischen Städten) E-Scooter auf Gehwegen verboten, um Chaos zu vermeiden. Andernfalls droht ein Bußgeld von 135 Euro.
  • Schweiz: Das gleiche gilt für die Schweiz. Dort werden die Roller bis 25 Kilometer pro Stunde einem Fahrrad gleichgestellt, unterliegen Tempolimits und benötigen Bremse, Klingel und Beleuchtung.
  • Italien: In Italien ist das Fahren nicht auf der Straße, sondern nur in Fußgängerzonen, auf Fußgänger- und Radwegen und in Tempo-30-Bereichen erlaubt.
  • Mallorca: Sogar innerhalb eines Landes gelten unterschiedliche Richtlinien je Stadt. So darf man auf Mallorca während der Fahrt weder telefonieren noch Musik hören, während für Andalusien andere Regeln gelten:
  • Andalusien: In Málaga ist das Abstellen der Roller in der Innenstadt verboten und in ganz Andalusien gilt ein Tempolimit von 10 Kilometern pro Stunde. Auch das Mindestalter der Nutzer variiert von 14 bis 18 Jahren.
  • Tel Aviv: In Israel dürfen E-Scooter erst ab 18 Jahren gemietet werden. Man man darf mit den E-Scooter nur auf dem Radweg oder der Straße befahren, nicht aber auf dem Gehweg. Außerdem muss man einen Helm tragen und die Fahrt zu zweit ist verboten. In Tel Aviv kostet die Fahrt kostet eine Pauschalgebühr von etwas mehr als ein Euro plus etwa 10 Cent für jede genutzte Minute.
  • Istanbul: Hier werden E-Scooter vom Startup Marti angeboten.10 Minuten Fahrt kosten rund 1,70 Euro. Vorsichtig muss man an Strandpromenaden sein, denn dort sind E-Scooter meist verboten.

-> Vorab deshalb am besten die Regeln und Nutzungsbedingungen der jeweiligen Stadt recherchieren.

Unfall mit dem E-Scooter: Wer haftet?

Trotz Vorschriften und neuer Verkehrsregeln kommt es immer wieder zu Unfällen und Verletzungen. Oft unterschätzen Fahrer das Tempo oder sind schlichtweg ungeübt mit dem neuen Gefährt. Doch wie ist ein Unfall mit einem E-Scooter versichert? Rechtlich müssen alle Elektroscooter-Anbieter eine Haftpflichtversicherung besitzen, die auch für ausländische Mieter greift und Schäden am Roller und Personen abdeckt. Das Thema ist allerdings bei vielen Dienstleistern nicht sehr transparent.

Arztbesuche im Ausland werden schnell teuer. Deshalb ist eine Reisekrankenversicherung ratsam, die alle medizinischen Behandlungen übernimmt. So fährt es sich mit einem sicheren Gefühl durch die Gassen.

Die ERGO Reisekrankenversicherung deckt alle medizinischen Behandlungen und den „medizinisch sinnvollen und vertretbaren“ Krankenrücktransport ab und bietet zusätzlich eine 24 Stunden Notrufzentrale.

E-Scooter im Urlaub mieten, so funktioniert’s 

Die E-Scooter Sharing-Dienstleister Lime, Bird, Tier und Circ dominieren derzeit den boomenden Markt der Elektrotretroller. Alle Anbieter funktionieren nach dem gleichen Prinzip: App runterladen, E-Bike mieten und bargeldlos per Kreditkarte oder Paypal bezahlen.

Das kostet der E-Scooter-Spaß im Urlaub

  • USA: Auch preislich gelten weltweit in etwa die gleichen Konditionen. So kostet in den Staaten der Verleih durchschnittlich eine einmalige Freischaltgebühr von einem Dollar plus 0,15 bis 0,30 Cent pro genutzte Minute.
  • In Europa werden ähnliche Eurobeträge fällig. Eine halbstündige Fahrt kostet damit durchschnittlich 5,50 Euro. Im Vergleich zu einer Metrofahrt in Paris für 1,50 Euro ist das nicht gerade ein Schnäppchen. Die Anbieter begründen diesen Preis mit den hohen Logistik- und Instandhaltungskosten der E-Roller. Für viele steht ohnehin der Spaß  eine Stadt auf zwei Rädern zu erkunden im Vordergrund.

E-Scooter sind dir noch nicht ausgefallen genug, um dich im Urlaub fortzubewegen? Dann findest du mit Rikschas, Fahrraddraisinen & Co. weitere kuriose Verkehrsmittel rund um die Welt.


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