16.05.2017

Reisen im Orient-Express und anderen Luxuszügen

Agatha Christie und ihr Meisterdetektiv Hercules Poirot haben ihn weltberühmt gemacht – den Orient-Express. 1934 ist der Roman „Mord im Orient-Express“ erschienen. Aber spätestens die Verfilmung 1974 mit Superstars wie Ingrid Bergman und Sean Connery hat den Luxuszug zum Kultobjekt gemacht. Er ist der Inbegriff des luxuriösen Reisens. Doch der Orient-Express ist nicht der einzige Nostalgiezug, der gerade ein Revival erlebt. Auf allen Kontinenten befahren stilecht hergerichtete Züge die herrlichsten Strecken:

Simplon-Orient-Express in Europa

1883 hat der legendäre Zug seine erste Reise angetreten – von Paris nach Konstantinopel. Okzident traf Orient! Berühmtheiten wie Leo Tolstoi, Marlene Dietrich, Lawrence von Arabien und Mata Hari sind im „König der Züge – Zug der Könige“ gereist. Auch heute können Reisende den Luxus dieses einmaligen Zuges genießen. Zum Beispiel auf den Strecken Paris – Istanbul und Istanbul – Venedig. Und wie zu Hercules Poirots Zeiten tragen die Gäste noch heute zum Abendessen bevorzugt Abendkleid und Smoking.

Simplon Orient-Express
Venice Simplon-Orient-Express
Simplon Orient-Express
Restaurant im Orient-Express
Restaurant im Orient-Express
Restaurant im Orient-Express
Bar im Orient-Express
Bar im Orient-Express
Bar im Orient-Express
Eastern Oriental Express
Eastern Oriental Express
Eastern Oriental Express
Eastern Oriental Express
Pride of Africa
Kabine im Pride of Africa
Pride of Africa
Rocky Mountaineer
Glasdach im Rocky Mountaineer

Eastern & Oriental Express in Südostasien

Der luxuriöseste Zug Südostasiens wurde nach dem Vorbild seines berühmten europäischen Schwesternzugs gestaltet. Die Jungfernfahrt startete 1993 am Bahnhof Hualumphong in Bangkok und führte nach Singapur. Drei Tage dauert eine solche Fahrt in dem Nostalgiezug. Dabei werden immerhin 2.000 Kilometer zurückgelegt. Alles ist vom Feinsten und beschwört damit den Charme einer längst vergangenen Epoche herauf: edles Leinen, Tafelsilber, die besten Speisen und Getränke. Der dunkelgrün-cremefarbene Zug führt durch herrliche Landschaften. Vorbei an Reisfeldern, Bananenplantagen und Tempeln. Doch auch die ärmsten Seiten Asiens bleiben auf der Reise nicht verborgen. Sie stehen im Widerspruch zu der „goldenen Welt“ im Zug. Ein Widerspruch, auf den man in Asien leider oft trifft.

Pride of Africa

Von dem legendären Zug Afrikas sagt man, er sei der luxuriöseste Zug der Welt. Wer somit viel Zeit und Geld mitbringt, kann ganze 14 Tage durch das südliche Afrika reisen. Ab Kapstadt geht es weiter nach Botswana, Zimbabwe, Sambia und Tansania. Übernachtungen in Lodges inbegriffen. Auch kürzere Reisen sind im Pride of Africa natürlich möglich. Vom Aussichtswagon (Oberservation Car) kann man die herrliche Natur Südafrikas mit ihrer Tiervielfalt auf sich wirken lassen. Auch bei der Vorbereitung auf Reisen mit diesem außergewöhnlichen Zug sollte man daran denken, dass man einige der ärmsten Teile der Erde durchquert.

Royal Scotsman in Schottland

Ein besonderes Erlebnis ist es, mit dem Royal Scotsman durch Schottland und die Highlands zu reisen. Dort gehört der Afternoon Tea genauso dazu wie Ausflüge zu Schlossruinen und Whiskey-Brennereien. Nur 40 Gäste finden in dem Zug Platz. Der Aussichtswaggon mit offener Veranda bietet übrigens den besten Blick auf die dramatische schottische Landschaft.

Royal Scotsman
Im Royal Scotsman durch Schottland

Rocky Mountaineer in Kanada

Bereits vor 130 Jahren wurde die Bahnstrecke durch die engen Täler der Rocky Mountains erbaut. Sie verbindet den Osten und den Westen Kanadas. Heute kann man im Rocky Moutaineer verschiedene Strecken bereisen. Also beispielsweise als Kombipaket mit einer Kreuzfahrt nach Alaska. Am beliebtesten ist jedoch immer noch die Original-Route von 1990, die „First Passage to the West“. Durch das Glasdach haben die Reisenden einen tollen Blick auf die grandiose Natur. So geht es vorbei an gewaltigen Stromschnellen, Wäldern und schneebedeckten Gipfel. Und wenn man Glück hat, sieht man sogar Bären.

Natürlich gibt es noch viel mehr Luxuszüge als die hier genannten. Etwa den nagelneuen Belmond Andean Explorer, den spanischen Al Andalus, The Indian Maharaja oder den Moskau-Nizza-Zug. Ebenfalls ein Highlight ist der hochmoderne „Dämmerungs-Express“ Mizukaze („frischer Wind“) in Japan. Dessen Luxussuite nimmt sogar einen kompletten Waggon ein und kostet ca. 6.200 Euro pro Nacht.


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