20.09.2018

Reisen zur Hurrikan-Saison: Was tun im Notfall?

An den Küsten des Nordwest-Atlantiks, am Golf von Mexiko und in der Karibik startet wieder die sogenannte „Hurrikan-Saison“, die offiziell bis zum 30. November andauert. Doch was heißt das für die Urlaubsplanung? Und wie gut können sich Reisende auf einen Hurrikan vorbereiten? Hier erfahren Sie Wissenswertes rund um die tropischen Stürme und wie Sie sich bei einem Urlaub im Hurrikan-Gebiet richtig verhalten.

In welchen Ländern treten Hurrikans auf?

Die tropischen Wirbelstürme entstehen nur in bestimmten Regionen, die die Bildung eines Hurrikans begünstigen beziehungsweise in der Nähe von gefährdeten Gebieten liegen. So treten die trichterförmigen Sturmwinde mit einer Windgeschwindigkeit von über 118 km/h überwiegend in US-Staaten wie Texas und Florida auf, sowie an den Küsten des Nordwest-Atlantiks, des Golfs von Mexiko, der Karibik und im Nord- oder Südpazifik.

Tropische Stürme dieser Art gibt es auch in anderen Regionen – im Westpazifik heißen sie Taifune (z. B. Supertaifun „Mangkhut“) und im Indischen Ozean Zyklone.

Wie entsteht ein Hurrikan?

Wenn feuchtwarme Luft über dem Meer aufsteigt und Unterdruck erzeugt, bildet sich ein trichterförmiger, rotierender Kamin, in dem immer mehr Luft nach oben strömt – ein Hurrikan. In der Mitte entsteht das sogenannte Auge mit einem Durchmesser von zehn bis 30 Kilometern. Hier herrscht nahezu Windstille. Am Rand steigt die feuchtwarme Luft spiralförmig auf. Dort sind auch die höchsten Windstärken von bis zu 350 km/h zu finden. Ein solcher Wirbelsturm ragt viele tausende Meter in die Höhe und kann sich auf einen Durchmesser von bis zu 1.000 Kilometern ausdehnen. Je weiter der Wirbelsturm ins Landesinnere zieht, desto mehr schwächt er sich ab.

Die Stürme werden mit der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala anhand ihrer Windgeschwindigkeit in fünf Kategorien unterteilt – wobei eins die schwächste und fünf die stärkste ist. Nur wenn diese Bedingungen gleichzeitig eintreten, bildet sich ein Hurrikan:

  • Ein Tiefdruckgebiet über dem Ozean
  • Meerestiefe von bis zu 50 Metern
  • Wassertemperatur zwischen 24 und 28 Grad
  • Die gleichen meteorologischen Bedingungen auf einem Gebiet von einigen 100 Quadratkilometern
  • Geografische Lage: Jenseits des fünften Grades nördlicher bzw. südlicher Breite

Was tun bei Hurrikan-Gefahr?

Kündigt sich ein Hurrikan an, sollten Sie Ruhe bewahren und den Anweisungen der örtlichen Behörden folgen. Was Sie in Hurrikan-Gebieten beachten müssen:

  • Wettermeldungen verfolgen
  • Fluchtwege und Notunterkünfte recherchieren
  • Den Verlauf bzw. die Flugbahnen des Hurrikans ansehen
  • Familienangehörige informieren
  • Rechtzeitig in Sicherheit bringen

Urlaub in der Hurrikan-Saison – geht das?

Der Spätsommer- und Frühherbst sind trotz erhöhter Sturm-Gefahr beliebte Urlaubszeiten. Dank modernster Technologie kann man heute genaue Wettervorhersagen machen und gefährliche Wirbelstürme rechtzeitig erkennen. So hat man genügend Zeit, um entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und sich in Sicherheit zu bringen. Im Notfall ist es für Touristen allerdings wichtig, die örtlichen Sicherheitsmaßnahmen zu verfolgen und sich auch daran zu halten!

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Wann ist Hurrikan-Saison?

Im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 30. November ist offizielle Hurrikan-Saison für den Nordatlantik und die Karibik. In dieser Zeit sind die starken tropischen Stürme besonders wahrscheinlich. Die Colorado State University geht für 2019 von einer durchschnittlich aktiven Saison mit circa 13 Stürmen aus (davon fünf Hurrikans Kategorie drei oder höher) und etwas weniger intensiven als im Vorjahr.

Einen Überblick zu den Prognosen liefert eine gemeinsame Seite des Barcelona Super Computing Center und der Colorado State University. Basis für die Vorhersagen im Atlantischen Becken bildet auch das El-Niño-Ereignis. Dieses, derzeit schwächere, globale Klimaphänomen hemmt die Hurrikan-Aktivität auf dem Atlantik.

Bild oben: Ryan Loughlin, Unsplash.com


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