17.08.2017

Hüttenhopping voll im Trend – so bereitest du dich vor!

Mehrtägige Wandertouren von Berghütte zu Berghütte liegen absolut im Trend. Den Fernblick und die frische Luft genießen und statt Latte Macchiato zuhause eine frische Kuhmilch auf der Alm. Lässt der Gedanke daran auch dein Herz höher schlagen? Wir haben einige Tipps zur Vorbereitung auf das Hüttenhopping zusammengestellt:

Was sollte man bei der Planung von Hüttenwanderungen beachten?

Zeitpunkt: Die beste Zeit dafür ist von Mitte Juni bis September. Der genaue Zeitpunkt hängt von den Öffnungszeiten der Hütten ab. Denn in manchen Höhenlagen kann lange Schnee liegen.

Schwierigkeitsgrad: Wichtig ist, die Fitness aller Teilnehmer zu klären. Jeder sollte seine Kondition und seine Grenzen realistisch einschätzen. Davon abhängig ist die Wahl einer leichteren Tour oder einer schwierigen Wanderung mit Klettersteigen und höheren Gipfeln.

Auswahl der Tour: Beim Deutschen Alpenverein kannst du dir Inspirationen holen und findest durchgeplante Touren mit entsprechenden Wanderkarten – auch für Eltern, die mit ihren Sprösslingen die Natur erkunden möchten. Es gibt spezielle Touren und für Kinder geeignete Hütten. Oder du möchtest hoch hinaus und die spektakuläre Aussicht auf Höhenwegen erkunden. Natürlich kann man auch an einer geführten Hüttentour mit Bergführer teilnehmen. Gerade wenn man gerne in der Gruppe wandert und keine Lust auf das Organisieren hat.

Frühzeitige Hüttenreservierung: Wer die Planung selbst in die Hand nimmt, sollte das rechtzeitig tun und Schlafplätze in den Hütten reservieren. Denn beliebte Unterkünfte sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Eine Stornierung hat übrigens, wie bei Hotels, in vielen Fällen eine Stornogebühr zur Folge.

Sonnenaufgang in den Bergen
Sonnenaufgang in den Bergen

Was gehört unbedingt ins Gepäck?

Dein Rucksack für eine mehrtägige Tour sollte ein Mindestvolumen von 30 Litern haben. Es empfiehlt sich, dass der gepackte Rucksack bei einer sehr fitten Person 20 – 25 Prozent des eigenen Gewichts nicht überschreitet. Ansonsten sind es sogar nur 10 – 15 Prozent.

TIPP:  Kümmere dich vorab für den Urlaub in den Bergen um eine passende Reisekranken-Versicherung. Denn wenn du auf der Hüttentour einen Unfall hast, der die Bergung mit einem Hubschrauber erfordert, übernimmt deine gesetzliche Krankenversicherung die Kosten dafür nicht.

Achte beim Packen darauf, dass schwere Dinge so verstaut werden, dass der Schwerpunkt nah am Körper liegt. Das heißt, deine Ersatzschuhe gehören eher an die innenliegende Seite des Rucksacks als in die Außentasche. Gleichzeitig können die Gegenstände, die du erst abends auf der Hütte brauchst (zum Beispiel der Waschbeutel) weiter nach unten als eine Windjacke, die bereits während der Wanderung nötig sein kann.

Ein Tipp: Über Kreuz packen! Das heißt, die Dinge, die Wanderer auf ihrer Tour häufig brauchen, sind im Rucksack des Mitwanderers und umgekehrt. Dadurch muss derjenige, der etwas für sich braucht nicht jedes Mal den Rucksack abschnallen. Und das sollte alles mit ins Gepäck:

Wie bereitet man sich auf die Hüttenwanderung richtig vor?

Fitness: Wenn du eine längere Hüttentour planst, solltest du dich mit etwas Training vorbereiten. Dafür empfiehlt es sich, einige Testwanderungen in voller Montur zu unternehmen. Dabei findest du schnell heraus, ob eine Wanderung mit dem geplanten Gewicht des Rucksacks unbeschwert möglich ist.

Ausrüstung: Aber auch, ob deine Ausrüstung, etwa die Wanderstiefel, den Anforderungen gerecht wird. Achte in der Vorbereitung unbedingt auf ein entsprechendes Höhenprofil. Denn meist macht nicht das Laufen an sich den Wanderern zu schaffen, sondern die zurückgelegten Höhenmetern.


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