18.01.2017

Sonnenschutz im Winter: Wie viel Sonne darf es sein?

Die Kälte mag sie nicht, den Wind auch nicht und die Sonne erst recht nicht. Nicht nur im Sommer braucht unsere Haut eine extra Portion Schutz. Schließlich ist sie der hohen UV-Strahlung beim Skifahren oder Wandern in verschneiten Gebieten hilflos ausgesetzt. Höchste Zeit, um jetzt etwas dicker aufzutragen!

Sonnenschutz im Winter: Vitamin D und Sonnencreme

Die Sonne zu meiden macht allerdings wenig Sinn. Damit unser Körper das wichtige Vitamin D tanken kann, müssen wir die Haut ungeschützt sonnen. Wann ist es also noch zu wenig oder schon zu viel?
Als Faustregel empfehlen Experten etwa eine halbe Stunde – abhängig vom Hauttyp. Wer länger im Winter draußen ist, sollte den Sonnenschutz nicht vergessen und die Haut mit Sonnencreme schützen.
Auch bei bedecktem Himmel oder kaltem Wind ist Sonnenschutz notwendig, denn die UV-Strahlung findet durch die Wolken ihren Weg. Viele Skipisten, zu denen man morgens aus einem schattigen Tal aufbricht, liegen oberhalb der Wolkendecke. 

Durch Schnee ist die Sonne intensiver.

Schnee reflektiert einen Großteil der Sonnenstrahlung und verstärkt dadurch die UV-Belastung. Je höher man kommt, desto intensiver auch die Strahlung, etwa um 15 bis 20 % pro 1000 Höhenmeter.

Auch im Winter hoher LSF wichtig.

Eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 20 sollte es mindestens sein. Schauen Sie nach! Es gibt spezielle Cremes, die reicher an Fett und ärmer an Wasser sind verglichen mit den Produkten für den Sommer. Auf diese Weise wird die Haut vor Sonne, Kälte und Wind gleichermaßen geschützt.

Für Kinder sind Sonnenschutzcremes mit mineralischen Filtern empfehlenswert, weil sie UV-Strahlen reflektieren ohne dabei in die Haut einzudringen und sofort wirken.

Bei herkömmlichen Sonnenschutzmittel dauert es ein wenig bis sich der Schutz auf der Haut aufbaut, daher am bestens eine halbe Stunde vorher auftragen und Nase und Stirn gut eincremen. Wer länger unterwegs ist, sollte etwa alle zwei Stunden nachcremen.

Lippen und Augen nicht vergessen.

Kaum ist man draußen, werden die Lippen immer rauer oder reißen ein. Schließlich setzen Kälte und Sonne unseren Lippen doppelt zu. Mit Sonnschutz-Pflegestiften beugen Sie vor.  Eine Sonnen- oder Skibrille mit einem hohen UV-Filter bewahrt auch Ihre Augen vor Schädigungen durch Sonnenstrahlen.

Checkliste Sonnenschutz im Winter:

  • Sonnencreme bei längerem Aufenthalt auftragen (je nach Hauttyp ca. 1/2-1 Stunde)
  • auch bei bedeckten/sehr kalten Wintertagen oder in Bergregionen
  • Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 20 (Anteil von Fett höher als Wasser)
  • Für Kinder Sonnencreme mit mineralischen Filtern
  • Sonnen/Skibrille mit einem hohen UV-Filter
  • Lippenpflegestift mit integriertem Sonnenschutz

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